Der Trump-nahe Sender Fox News veröffentlichte die Klageschrift auf seiner Webseite. Darin behaupten Trumps Anwälte, die Großbank habe sich wegen ihrer "woken" Ansichten "von Präsident Trump und seinen konservativen politischen Ansichten distanzieren müssen".
Die Kontoschließung erfolgte wenige Wochen nach dem gewaltsamen Eindringen von Trump-Anhängern in den US-Kongress am 6. Januar 2021. Sie wollten damit die Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden verhindern. Trump hatte die Klage am Wochenende in seinem Onlinedienst Truth Social angekündigt und die Kontenschließung in Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol gestellt.
JPMorgan Chase ist die größte Bank der USA. Das Geldhaus erklärte, es schließe "keine Konten aus politischen oder religiösen Gründen", sondern nur dann, "wenn sie ein rechtliches oder regulatorisches Risiko" für das Institut darstellten. Die Bank fügte hinzu, sie befürworte eine Gesetzesänderung in den USA, um sicherzustellen, "dass der Bankensektor nicht als Waffe eingesetzt wird".