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Frage Nummer 23041 Julian Krause

Woran erkenne ich, ob ein Schutzleiter vorhanden ist? Wie prüfe ich das am besten?

Antworten (10)
TschiTschi
Wer diese Frage stellen muss, sollte DRINGEND die Finger davon lassen!
Ingenius
Wer eine solche Frage stellt, dem kann ich nur den Rat geben, sich an einen Fachmann (oder Fachfrau) zu wenden. Alles andere wäre verantwortungslos.
starmax
Wie wärs mit ein bißchen gesundem Menschenverstand? Man nennt das auch Erdung, erkennbar an dreiadrigen Kabeln , von denen eines - der Schutzleite -, stromlos und am Metallgehäuse verschraubt ist. An der Steckdose sind ´s die beiden Metallbügel, die den Kontakt zum Schuko-Stecker herstellen.
Im Fall eines Fehlkontaktes soll dadurch der FI-Schutzschalter im Sicherungskasten rausspringen und den Stromkreis totlegen. Wie gut die Erdung zum Fundament hin tatsächlich noch ist (im Altbau z.B.), ist eine andere Frage.
Ingenius
@starmax

Ist ja alles richtig, aber meinst du wirklich, dass das dem Julian Krause helfen könnte? Der soll da bloß nicht rangehen.
arthGermania3
Die verschiedenen Leitungen innerhalb eines stromführenden Kabels haben immer unterschiedliche Farben. Blau oder schwarz steht für "live", braun ist der "neutrale", die Erdung ist immer grün-gelb. Dies ist der schützende Leiter, ist kein grün-gelbes Kabel vorhanden, fehlt auch die Erdung. Sie kann aber immer nachträglich eingebaut werden.
Ingenius
Das ist wirklich gruselig, arthGermania3, falsch, falsch, falsch. Der neutrale ist blau, die spannungsführenden sind in der Regel schwarz oder braun, letzteres vorzugsweise bei geschalteten Leitungen (Lichtschalter). Der Schutzleiter ist gelb/grün, das ist zwar richtig, aber wenn er fehlt, heißt das noch lange nicht, dass die Erdung fehlt. Man kann den Schutzleiter der Steckdose mit dem Nullleiter (blau) verbinden. Das nennt sich „klassische Nullung“.
ing793
Sind Schutzleiter und Erdung nicht verschiedene Dinge?
Nach meinem Verständnis ist der Schutzleiter mit dem FI verbunden und reagiert damit nicht nur auf Kurzschluss sondern auch auf Fehlerströme.
Und dafür brauche ich zwingend das dritte (gelb-grüne) Kabel
Ingenius
@ ing793

Schutzleiter und Erdung sind zwar zwei verschiedene Dinge, laufen aber auf dasselbe hinaus. Der Nulleiter ist geerdet, damit er kein eigenes Potential aufbauen kann. 230 V kann man auch zwischen 1000 V und 1230 V haben, den Geräten schadet das nicht, aber für uns Menschen ist es besser, wenn das Nullpotential geerdet ist. Der Schutzleiter ist im Zählerkasten (der mit den Sicherungen) mit dem Nullleiter verbunden. Er wird wirksam, wenn z.B. ein Gerätegehäuse unter Spannung steht. Dann fliegt die Sicherung raus (oder brennt durch).
Der FI-Schalter ist keineswegs mit dem Schutzleiter verbunden, und der läuft auch nicht über das grün/gelbe Kabel. Wer mit FI absichern will, braucht ein vieradriges Kabel (Phase, Null, Schutz, FI).
Ende der Vorlesung, nur noch ein Absacker: Die meisten werden es wissen, dass die Kabelfarben so gewählt sind, dass sie auch von Farbenblinden unterschieden werden können.
lukatoni
Solche Schutzmaßnahmen fehlen heute nur noch in sehr alten Häusern. Eigentlich kann man fast davon ausgehen, dass jedes Haus damit ausgerüstet ist. Im Zweifel lohnt es sich, einen Elektriker zu holen und gezielt danach suchen zu lassen. In den Bauplänen gibt es meines Wissens keinen Hinweis.
JannissMann3
Ein solcher Leiter ist eine separate Ader in einem dreiadrigen Kabel und mit einem Kunststoffmantel in gelb und grün versehen. Die beiden anderen Adern sind blau und schwarz oder braun. Wenn also das Kabel, das Du verwendest, nur zwei Adern hat, dann fehlt die Schutzader. Weitere Prüfungen gibt es nicht. Entweder da, oder nicht da...