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Fridays for Future "Sagt ihr das Oma und Opa auch ins Gesicht?" – heftiger Gegenwind für Fridays-for-Future-Tweet

"Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei."


Dieser Tweet der Bewegung Fridays for Future sorgt am Abend vor Heiligabend im Netz für heftige Reaktionen.


Fast 5000 Kommentare sammeln sich mittlerweile unter dem laut FFF satirisch gemeinten Tweet über den Generationenkonflikt bei Klimafragen.


Die meisten zeigen sich empört.


Tweets


"Sagt Ihr das eigentlich Oma und Opa auch ins Gesicht?"


"Finde ich schon krass wie man über die ältere Generation spricht. Ein wenig Respekt würde den jungen Menschen schon gut stehen."


Insbesondere Nutzer, deren Großeltern bereits verstorben sind, fühlen sich von dem Tweet betroffen.


Tweets


"Bei mir sind sie schon nicht mehr dabei und das finde ich sehr schade."


Wie viele andere Nutzer auch fordert SPD-Politikern Sawsan Chebli die Gruppe auf, den Tweet zu löschen.


"Ich hatte nie Großeltern. Sie sind sehr früh gestorben. Sehe bei meinen Nichten & Neffen, wie viel Liebe Großeltern schenken und bin ganz neidisch. Bitte löscht den Tweet. Er ist nicht gut. Nichts auf der Welt ist es wert, den Großeltern so viel Verachtung entgegenzubringen."


Selbst das Bundesumweltministerium meldet sich zu Wort.


"#Klimaschutz geht alle an und ist eine gesellschaftliche Aufgabe über ALLE Generationen hinweg."
Die Initiative Grandparents for Future fühlt sich offenbar nicht angegriffen:


"Immerhin haben die Kids auch nach diesem Klimakatastrophen-Jahr den Humor nicht verloren."


Nachdem sich die Reaktionen zu einem handfesten Shitstorm entwickelt haben, entschuldigen sich die jungen Klimaaktivsten schließlich:


"Wir möchten uns aufrichtig bei allen entschuldigen, die sich durch unseren satirisch gemeinten Tweet heute Morgen verletzt gefühlt haben. Auch die tolle Unterstützung unzähliger Großeltern wollen wir nicht geringschätzen."




Die Gruppe hatten unter dem Hastag #weihnachtenundklimakrise zu Sätzen aufgerufen, die man sowohl an Weihnachten als auch im Kontekt der Klimakrise sagen kann.  


Fest steht: Von ihrem Großelter-Tweet fühlen sich viele Menschen verärgert –  egal ob jung oder alt.
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Mit einem höchst umstrittenen Tweet zum Generationenkonflikt im Kontext der Klimakrise sorgt die deutsche Fridays-for-Future-Bewegung für Empörung. Insbesondere Nutzer, deren Großeltern bereits verstorben sind, fühlen sich vor den Kopf gestoßen.

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