Noworossijsk

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Schäden in Kiew nach russischem Angriff

Verhandlungsteam der Ukraine auf dem Weg in die USA - erneute Angriffswelle auf Kiew

Vor dem Hintergrund der Korruptionskrise in der Ukraine ist am Samstag ein ukrainisches Verhandlungsteam zu Gesprächen über ein Ende des Kriegs mit Russland in die USA gereist. Angeführt wurde die Delegation laut Präsident Wolodymyr Selenskyj vom Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow. Präsidialamtschef Andrij Jermak, der zuvor eine zentrale Rolle bei Verhandlungen über eine Waffenruhe gespielt hatte, hatte am Freitag wegen Korruptionsvorwürfen zurücktreten müssen. Russland überzog die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit nächtlichen Drohnenangriffen.
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Performance vor Kriegsmahnmal Russinnen twerken sich ins Gefängnis

Sechs junge Russinnen tanzen. Da ist eigentlich nichts dabei. Es gibt wirklich unanständigere Videos im Netz. Dennoch sind 3 der jungen Damen im Knast gelandet. Der Grund: Das Kriegsdenkmal im Hintergrund. Es erinnert an die Befreiungsschlacht von Noworossijsk 1943, damals sollte die Stadt von deutscher Besatzung befreit werden. Das Video ist ein Skandal für die russischen Behörden. Eine Sprecherin des Bildungsministeriums gibt sich zutiefst gekränkt. Sie sieht in der Aktion mangelnden Respekt vor der Geschichte. Die Reaktion erinnert auch an die russische Punk-Band Pussy Riot, deren Mitglieder wegen ihrer politisch motivierten Auftritte ins Gefängnis kamen. Aber was ist der Hintergrund in diesem Fall? Gegen was wollen die jungen Frauen demonstrieren? Gegen gar nichts. Sagen die Tänzerinnen. Es sollte ein Werbegag für ihre Tanzschulen sein. Mit dem Internetfilm wollten sie neue Schüler für den Tanz-Unterricht gewinnen. Nun, ob das geklappt hat? Aufmerksamkeit haben die Tänzerinnen jetzt jedenfalls weltweit erregt. Die Haftstrafe ist wenigstens nicht sehr lang ausgefallen. 15 Tage sollen die Damen längstens ins Gefängniss. Die Staatsanwaltschaft in Noworossijsk hat Überprüfungen der Tanzschulen angekündigt, in denen die 6 Frauen Schüler sind.