Gleichgültigkeit

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Geflüchtete im Südsudan

UNO verurteilt bei Appell für humanitäre Hilfe weltweite Gleichgültigkeit

Bei ihrem jährlichen Appell für humanitäre Hilfe hat die UNO eine Gleichgültigkeit gegenüber menschlichem Leid weltweit verurteilt. "Dies ist eine Zeit der Brutalität, Straflosigkeit und Gleichgültigkeit", sagte der Leiter des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten (Ocha), Tom Fletcher, am Montag. Für das Jahr 2026 benötigen die Vereinten Nationen demnach mindestens 23 Milliarden Dollar (19,7 Milliarden Euro) an Hilfsgeldern, um 87 Millionen Menschen zu helfen.
Frank-Walter Steinmeier

Bundespräsident Steinmeier würdigt Ehrenamtler als "Bollwerk gegen Gleichgültigkeit"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in Berlin ehrenamtlich engagierte Bürger zum Tag des Ehrenamts mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Ehrenamtlich Engagierte seien ein "Bollwerk gegen die Gleichgültigkeit", sagte Steinmeier laut vorab veröffentlichtem Redetext am Montag. Die 20 im Schloss Bellevue ausgezeichneten Frauen und Männer stünden stellvertretend für rund 30 Millionen Menschen, die sich in Deutschland engagieren, betonte er.
Video: Wider den "Fanatismus der Gleichgültigkeit"

Video Wider den "Fanatismus der Gleichgültigkeit"

STORY: Bei seinem zweitägigen Besuch in Frankreich hat Papst Franziskus am Freitag deutliche Worte zum Thema Migration und Seenotrettung gefunden. In der Hafenstadt Marseille sprach der 86-jährige Pontifex bei einem interreligiösen Gebetsgottesdienst vor einem Denkmal, das den auf dem Meer Verschollenen gewidmet ist. "Wir können uns nicht damit abfinden, dass Menschen als Tauschobjekte behandelt, eingesperrt und auf grausame Weise gefoltert werden; wir können nicht länger dem Drama der Schiffbrüche zusehen, die durch den grausamen Menschenhandel und den Fanatismus der Gleichgültigkeit verursacht werden. Menschen, die auf den Wellen ausgesetzt sind und zu ertrinken drohen, müssen gerettet werden. Das ist eine Pflicht der Menschlichkeit, eine Pflicht der Zivilisation." "Gewöhnen wir uns nicht daran, Schiffbrüche als Nachrichten und Tote auf See als Zahlen zu betrachten: Nein, es sind Namen und Nachnamen, es sind Gesichter und Geschichten, es sind zerbrochene Leben und zerstörte Träume. Ich denke an so viele Brüder und Schwestern, die in Angst ertrunken sind, zusammen mit den Hoffnungen, die sie in ihren Herzen trugen." Nichtregierungsorganisationen beschweren sich immer wieder über die Behinderung ihrer Rettungseinsätze durch Regierungen der von den Migranten angesteuerten Länder. 2022 starben oder verschwanden laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) mehr als 2.400 Menschen. Zahlen von Toten und Vermissten basierten allerdings lediglich auf Schätzungen, wie die UNO-Flüchtlingshilfe weiter anmerkt. Die Marseille-Reise des Papstes bildete den Abschluss eines Treffens katholischer Jugendlicher und Bischöfe aus dem Mittelmeerraum. Bei seiner rund 27-stündigen Stippvisite trifft Franziskus auch zweimal mit Präsident Emmanuel Macron zusammen.