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"Queen Mary 2": Mary, komm bald wieder

"Trööööööt" - der Hall des Signalhorns der "Queen Mary 2" weckte gegen 7 Uhr auch den letzten Hamburger auf. Schließlich hieß es heute Abschied nehmen vom größten Passagierschiff der Welt.

Das größte und teuerste Passierschiff der Welt, die "Queen Mary 2", hat Hamburg nach einer 24-stündigen Stippvisite wieder verlassen. Auch zum Abschied des Schiffes waren wieder tausende von Menschen an den Hafen gekommen.

Mit lautem Signalhorn verabschiedete sich die "QM2" von den Hamburgern, die erneut früh aufgestanden waren, um das Schiff noch einmal zu sehen. Zehntausende säumten die Strecke entlang der Elbe. Auch das Wetter spielte mit - zum Abschied gab's Kaiserwetter für die "Königin". Mit einem Wendemanöver hat die "Queen Mary 2" gegen 7 Uhr vom Hamburger Kreuzfahrt-Terminal abgelegt. Schlepper halfen, den Luxus-Liner zu drehen, damit er mit dem Bug vorweg aus dem Hafen auslaufen konnte. Obwohl es eng zuging im Hafenbecken, klappte alles wie am Schnürchen. Mit zwei Feuerlöschbooten voraus bahnte sich die "QM2" zwischen zahlreichen Begleitschiffen ihren Weg.

Eine halbe Million verrückt nach Mary

Am Vortag hatte der Luxus-Liner nach Angaben der Hamburg Tourismus GmbH insgesamt 500.000 Menschen angelockt. Allein zum Feuerwerk kurz vor Mitternacht kamen rund 50.000 an das Cruise Terminal in die Hafencity. An Bord durften aber nur handverlesene Gäste. Alle anderen mussten vor der weiträumigen Absperrung bleiben. "Wir haben auf unserer Europatour bislang noch nirgendwo einen solchen herzlichen und tollen Empfang erhalten, wie in Hamburg", freute sich Kapitän Ronald Warwick."Höchstwahrscheinlich wird die Queen Mary 2 bald wieder in die Hansestadt kommen", allerdings nur zu einem Werftbesuch, sagte der Sprecher der Tourismus GmbH, Guido Neumann. Das Schiff solle im Dezember überholt werden. Ein passendes Dock für den 345 Meter langen Ozeanriesen gebe es europaweit nur bei "Blohm + Voss" im Hamburger Hafen.

Jetzt steuert die "Königin", die mit 2600 Passagieren an Bord ausgebucht ist, zunächst Rotterdam an. Nach einem kurzen Zwischenstopp soll es weiter nach Southampton, dem Heimathafen der "QM2" gehen. Danach geht es wieder auf Fahrt über den "Großen Teich", nach New York.

Jens Maier
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