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Auf Katastrophenkurs in Moskau: Airbus A380 schlägt beinahe mehrere Kilometer vor Landebahn auf

Das war knapp: Wie erst jetzt bekannt wurde, schlug kürzlich ein Riesen-Airbus im Landeanflug auf den Moskauer Flughafen beinahe noch vor der Piste auf.  Zum Glück bemerkten die Piloten den Fehler - allerdings erst 120 Meter über dem Boden.

Mit knapp 100 Maschinen vom Typ Airbus A380 sind Emirates Airlines die weltweit größten Betreiber dieses Flugzeugtyps, der auch auf den Strecken von Dubai nach München, Frankfurt und Düsseldorf zum Einsatz kommt.

Mit knapp 100 Maschinen vom Typ Airbus A380 sind Emirates Airlines die weltweit größten Betreiber dieses Flugzeugtyps, der auch auf den Strecken von Dubai nach München, Frankfurt und Düsseldorf zum Einsatz kommt.

Einer der drei Moskauer Flughäfen ist vor etwas mehr als einer Woche knapp einer Katastrophe entgangen. Ein Airbus A380-800 der Fluggesellschaft befand sich am 10. September im Landeanflug auf die russische Hauptstadt und sollte gegen 21 Uhr auf der Piste des internationalen Airports Domodedovo aufsetzen. Doch an jenem Sonntagabend dauerte der Flug mit dem Kürzel EK131 eine halben Stunde länger.

Grund war ein Zwischenfall, der sich im Endanflug ereignete. Wie der "Aviation Herald" auf seiner Homepage bereichtet, befand sich die Maschine auf einem falschen Kurs. Ungefähr 15 Kilometer vor Beginn der Landebahn flog das größte Passagierflugzeug der Welt nur noch in einer Höhe von 120 Metern. Hätte die Maschine ihren Kurs fortgesetzt, wäre der Großraumjet in den Boden geflogen  - mit den fürchterlichen Folgen einer Bruchlandung.

Doch müssen im Cockpit die akustischen Warnsysteme Alarm geschlagen haben, denn die Piloten brachen den Landeanflug ab und starteten durch. Mit ihrem Manöver, das im Simulator immer wieder geübt wird, verhinderten sie eine Katastrophe, die nach nur wenigen weiteren Flugsekunden eingetreten wäre. Wie viele Menschen sich an Bord des dreieinhalb Jahre alten befanden, bleibt offen. Eine Maschine diesen Typs kann bis zu 517 Passagiere befördern.

Ek131

Die letzten Kilometer der Route des Emirates-Fluges 131 von Dubai nach Moskau: Der Airbus A380 musste beim Landeanflug auf den Airport Domodedovo durchstarten und drehte mehrere Warteschleifen über der russischen Hauptstadt. 


Laut "Aviation Herald" bestätigte die arabische Airline den Zwischenfall. Eine Untersuchung sei von den Aufsichtsbehörden eingeleitet worden. Wie es zu dem Fehler kam, wird von Experten diskutiert. "Als Fehlerursache wird eine Verwechslung bei der Eingabe der Landekoordinaten zwischen nautischen Meilen und Metern diskutiert", schreibt die "Welt" in einem Beitrag.


Merkwürdig bleibe auch die Tatsache, dass die Fluglotsen die gefährliche Position und die geringe Flughöhe des Emirates-Airbus nicht bemerkt und die Crew nicht entsprechend über Funk informiert hätten. Nach dem Durchstartmanöver und den Warteschleifen in der Nähe des Flughafens landete die Maschine sicher in Domodedovo.

Erst im Juli entgingen fünf Jets auf dem Flughafen von San Francisco knapp einer Katastrophe: Ein Airbus von Air Canada hatte die Freigabe für 28R erhalten. Doch die Piloten steuerten nicht die Landebahn an, sondern den Rollweg daneben, auf dem vier Flugzeuge auf die Startfreigabe warteten. Erst in knapp 26 Metern Höhe bemerken die kanadischen Piloten den Fehler und starten durch.

Mehrere Zwischenfälle bei Emirates

Ebenfalls im Juli 2017 kam es beinahe zu einem Crash eines Airbus A380 von Emirates mit einem Jet von Air Seychelles über dem Indischen Ozean. Doch die Technik bemerkte das menschliche Versagen und verhinderte Schlimmeres.

Vor gut einem Jahr musste Emirates Airlines, der weltweit größte Betreiber von fast 100 Airbus A380 in ihrer Flotte, den ersten Totalverlust eines Flugzeuges hinnehmen. Im August 2016 fing eine Boeing 777-300 nach einer Bruchlandung in Dubai Feuer und brannte komplett aus. Alle 300 Menschen an Bord konnten erfolgreich evakuiert werden. Jedoch kam eine Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten ums Leben.


tib

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