Billigflieger Ryanair storniert tausende Tickets


Passagiere des irischen Billigfliegers Ryanair müssen auf ihre Flugtickets achten: Die Fluggesellschaft storniert Tickets, die über Drittanbieter gekauft wurden. Kunden sollen Flugscheine ab sofort nur noch über die offizielle Internetseite der Iren erwerben können.

Kunden des irischen Billigfliegers Ryanair können ihre Flugtickets im Internet ab sofort nur noch über die offizielle Seite der Airline buchen. Der Kauf von Flugscheinen über die Websites von Drittanbietern sei dagegen nicht mehr möglich, hieß es bei Ryanair. Ryanair wolle mit dem Schritt dafür sorgen, dass die Flugpreise der Airline eins zu eins an die Kunden weitergegeben würden, argumentierte das Unternehmen.

Bereits erworbene Tickets von Drittanbietern würden storniert und verlören damit ihre Gültigkeit. Verbraucherschützer rieten betroffenen Passagieren, sich wegen der Erstattung der Kosten mit den Drittanbietern in Verbindung zu setzen.

Betroffen von den Stornierungen seien europaweit mehrere tausend Flugreisende, hieß es weiter. Ryanair wolle sich mit der Umstellung seines Buchungssystems gegen sogenannte Screenscraper wehren, also Reiseanbieter, die die Flugdaten des Billigfliegers in ihre Datenbanken übernehmen und weitervermitteln.

Dabei treten Angaben Ryanairs zufolge häufig verschiedene Probleme auf: So würden beispielsweise Passagiere bei Flugverschiebungen häufig nicht informiert, die Drittanbieter verlangten zusätzliche Buchungsgebühren oder es seien Aufschläge für Reisgepäck nicht eindeutig ausgewiesen. Dem wolle Ryanair nun einen Riegel vorschieben, hieß es.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät betroffenen Passagieren, wegen der Erstattung der Fluggebühren Kontakt zu den Drittanbietern aufzunehmen. "Der Ansprechpartner bei Problemen ist der jeweilige Vertragspartner", sagte die Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale NRW, Beate Wagner. Insgesamt sei durch die Neuerung im Buchungssystem von Ryanair jedoch zu erwarten, dass für Kunden mögliche Gebührenzuschläge künftig transparenter werden, hob sie hervor.

AFP AFP

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