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Steigende Infektionszahlen Griechenland und Niederlande als Corona-Risikogebiete eingestuft– neue Einschränkungen auch für Dänemark

Strandgäste blicken auf eine Flugzeug-Silhouette
Mit Griechenland und der Niederlande werden zwei beliebte Urlaubsländer der Deutschen auf die Risikoliste gesetzt.
© Travel Wild / iStockphoto / Getty Images
Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag die Niederlande, Griechenland und Teile Dänemarks als Risikogebiete ein, wie das Robert Koch-Institut am Freitag bekanntgab.

Erst Portugal, Spanien und Zypern, bald auch Griechenland und die Niederlande – ein Urlaubsziel nach dem anderen wird auf die Corona-Risikoliste gesetzt – möglicherweise aber nicht für lange. Die Systematik soll zukünftig geändert werden.

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass das Auswärtige Amt von touristischen Reisen in diese Länder und Regionen abrät. Für die Niederlande und die dänische Hauptstadtregion um Kopenhagen ergeben sich daraus auch praktische Folgen: Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss wieder einen Corona-Test machen.

Quarantänepflicht von fünf bis zehn Tagen

Mit Griechenland und den Niederlanden werden nun zwei weitere beliebte Urlaubsländer der Deutschen auf die Risikoliste gesetzt. Portugal und Zypern sind wegen besonders hoher Infektionszahlen sogar als Hochinzidenzgebiet eingestuft worden, was eine Quarantänepflicht von bis zu zehn Tagen für Einreisende bedeutet, die nicht geimpft oder genesen sind. Dieses Schicksal bleibt Spanien noch erspart, obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz dort inzwischen auf 282 gestiegen ist. Für Hochinzidenzgebiete gilt eigentlich ein Grenzwert von 200, es spielen allerdings auch noch andere Faktoren eine Rolle.

Die Niederlande sind das erste der neun Nachbarländer Deutschlands, das wieder in Gänze als Risikogebiet eingestuft wird. Ausgenommen sind die niederländischen Überseegebiete. Die Delta-Variante hat in den Niederlanden für eine explosionsartige Zunahme der Infektionen gesorgt. Nach der Rücknahme fast aller Beschränkungen stieg die Zahl der Neuinfektionen dort um 500 Prozent.

Neue RKI-Einstufung möglicherweise nur von kurzer Dauer

Auch im beliebten Urlaubsland Griechenland steigen die Infektionszahlen seit mehreren Wochen stark an – seit die Regierung die Maßnahmen für das Nachtleben gelockert hat und viele junge, noch ungeimpfte Leute feiern gehen. Betroffen sind deshalb vor allem Menschen unter 30, die Zahl der Patienten auf Intensivstationen bleibt hingegen niedrig. Beatmet werden derzeit laut griechischer Gesundheitsbehörde 132 Patienten in dem Land mit 11 Millionen Einwohnern.

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In Dänemark werden zwei Regionen als Risikogebiete eingestuft: Hovedstad mit der Hauptstadt Kopenhagen und die Färöer Inseln. Die neuen Einstufungen haben möglicherweise aber nur eine kurze Haltbarkeit. Die Bundesregierung arbeitet an einer neuen Einreiseverordnung ab dem 1. August, mit der die Risikogebiete ganz wegfallen könnten. Derzeit sind 82 Länder in diese Kategorie eingestuft. Hinzu kommen 29 Hochinzidenz- und 11 Virusvariantengebiete.

km DPA

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