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Zeitraffer "Mystic Jungfraujoch": In einer Welt aus Wolken, Wind und Eis

Die legendäre Jungfraubahn bringt Touristen zum höchsten Bahnhof Europas. Doch statt mit der letzten Bahn wieder abwärts zu fahren, blieb ein Filmemacher über Nacht und schoss ein einmaliges Video.

Die mehr als 100 Jahre alte Jungfraubahn im Berner Oberland gilt als eine der Hauptattraktionen der Schweiz. Täglich befördert die Zahnradbahn Tausende von Besuchern aus der ganzen Welt von der Kleinen Scheidegg über die Tunnelstation Eigerwand bis zum Jungfraujoch in 3454 Metern Höhe über dem Meeresspiegel.

Für die 9,3 Kilometer lange Reise zur höchsten Bahnstation Europas, umgeben von Fels, Eis und Schnee, benötigt die Bahn eine knappe Stunde. Tagsüber herrscht dort oben Hochbetrieb. Doch wenn gegen 18 Uhr die letzte Bahn des Tages hinab ins Tal gefahren ist und die Nacht einbricht, übernimmt wieder die Natur die komplette Regie - ideale Voraussetzungen für den Schweizer Fotografen Markus Eichenberger, der eine Ausnahmegenehmigung für einen 48-stündigen Aufenthalt mit seinen drei Kameras erhielt.

Bei seinem Aufenthalt auf dem Dach Europas im Mai 2015 fotografierte er am liebsten zu später Stunde. "Die erste Nacht habe ich durchgearbeitet und nur eine halbe Stunde geschlafen. In der zweiten Nacht waren es ungefähr fünf Stunden", berichtet Eichenberger. Doch die Schlaflosigkeit hat sich gelohnt. Herausgekommen ist aus 200 Gigabyte Fotomaterial und nach der einwöchigen Postproduktion ein Zeitrafferfilm mit 17 Sequenzen aus einer anderen Welt, die aus Wolken, Wind und Eis besteht und uns sonst nicht zugänglich ist.

Sehen Sie sich auch Eichenbergers anderen Zeitrafferfilm "Majestic Matterhorn" an.

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