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Portugal: Die Angst vorm Disneyland: Wie der Tourismus-Boom zum Problem für Lissabon wird

Lissabon profitiert durch gute Flug-Anbindungen vom Boom der Städtetrips in Europa und lockt Massen an Touristen in die Altstadt. Ein Problem für die Anwohner. Sie fürchten, dass ihre Stadt zum Disneyland verkommt.

Lissabon Altstadt

Lissabon Altstadt: Touristen werde für Anwohner zum Problem

Getty Images

Wer Lissbons Altstadt erkunden will, sollte gut zu Fuß sein. Denn Portugals Hauptstadt schmiegt sich an Hügel und so wickeln sich kleine, schmale Gassen die Hänge herauf. Gut, dass die Stadt noch die Tram hat, die auch lahme und faule Gäste nach oben kutschiert. Besonders die Line 28E ist bei Touristen beliebt. Die gelbe Straßenbahn ist längst zum Kultobjekt der Stadt geworden. Eine Fahrt mit der Linie ist ein Muss - falls man denn noch Platz findet. Längst ist die Strecke durch die Altstadt so überlaufen, dass man mitunter einige Bahnen abwarten muss, bis man sich noch reinquetschen kann. Denn Lissabon entwickelt sich zum neuen Hotspot von Europas Städtetrips.

Günstige Flüge, viel Kultur, gutes Wetter: Die Stadt am Tejo punktet bei Touristen. Und das zunehmend zum Leidwesen der Anwohner. Die Stadt wandelt sich rasant, die Quittung dafür zahlen die Bewohner. Denn von dem einst strengen Mieterschutz und den erstaunlich günstigen Mieten - gerade im Altstadtbereich - ist wenig geblieben. Bröselte früher der Putz von den verwilderten Häuserwänden, die jahrzehntelang dem Verfall überlasen worden waren, erstrahlen viele der uralten Bauten heute im sanierten Glanz. Wer hier wohnen will, muss nun deutlich gestiegene Mieten akzeptieren. "Wie sollen Leute mit 300 Euro Rente die neuen Mieten bezahlen?", fragt der Betreiber eines Cafés in der "NZZ".

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An der Platja de Palma im Jahre 1958: Das Hotel San Francisco war 1953 eines der ersten Hotels an der berühmten Uferpromenade. Das Foto ist dem Bildband "Mallorca clássica" von Josep Panas i Montanyà entnommen, der im Heel Verlag erschien.

An der Platja de Palma im Jahre 1958: Das Hotel San Francisco war 1953 eines der ersten Hotels an der berühmten Uferpromenade. Das Foto ist dem Bildband "Mallorca clássica" von Josep Panas i Montanyà entnommen, der im Heel Verlag erschien.

Lissabon: Touristen statt Anwohner

Eine Liberalisierung des Immobilienmarkts hat Unternehmen wie Airbnb Tür und Tor geöffnet. "In Lissabon schließen Hausbesitzer so gut wie keine normalen Mietverträge mehr ab", sagt Maria Eugenia Palma von einem Lissaboner Mieterverband zur "Deutschen Welle". "Stattdessen versuchen alle, an Touristen zu vermieten." 

Damit könnten die Vermieter nicht nur mehr Geld verdienen - sie würden auch noch Steuern sparen. Lange waren die Mieten der maroden Häuser günstig, so dass auch Einheimische sich das Wohnen in der Altstadt leiden könnte. Das ist vorbei. "Da sind für den Vermieter leicht 2000 Euro und mehr im Monat drin, mit Einheimischen dagegen höchstens 800 Euro", sagt Palma. 

Lissabons Mieter werden verdrängt

Wer sich die explodierenden Mieten nicht leisten kann, muss umziehen. Und wer sich renitent zeigt, dem wurde auch schon mal Wasser oder Strom abgedreht, berichtet die "NZZ". Es überrascht wenig, dass in Lissabons Altstadt viele Häuser verfallen, dringend notwendige Reparaturen würden aufgeschoben. Bis die Bewohner dann doch irgendwann ausziehen. Und Platz machen - für ausländische Investoren, ausländische Urlauber. Oder einige, wenige vermögende Lissaboner. "Der Staat und die Stadt sehen den Tourismus als eine Rettung aus der Finanzkrise, da haben die alten Bewohner keine Chance", sagt sagt Luís Paisana, Vorsitzender des Anwohnervereins des Stadtteils Bairro Alto, zur "Deutschen Welle".

Portguals Hauptstadt teilt dieses Schicksal mit einigen europäischen Städten, die durch einen anhaltenden Tourismusboom zunehmend unter die Räder kommen. Barcelona, Rom, Venedig - die Städte klagen über Vermüllung, Sauftouristen, geldgierige Investoren und Massentourismus in Reisebussen. Erleichtert durch gelockerte politische Regularien werden Altstädte oder Hafenviertel zur Kulisse für flanierende Reisegruppen. 

Kneipenviertel Bairro Alto verdreckt

Ein ähnliches Schicksal droht auch Lissabon. "Die Stadt hat in den vergangenen 30 Jahren über 300.000 Einwohner verloren", sagt Paisana. "Und dieser Trend wird sich noch weiter verstärken." Vor allem touristisch nachgefragte Stadtteile würden sich leeren. Das Viertel Bairro Alto, bekannt für seine Kneipen und Restaurants, ächzt unter den Besuchermassen. Die entern das Viertel zum Feiern. Am Morgen riecht es nach Urin und Erbrochenem, Müll bedeckt die Kopfsteinpflasterwege. Also ziehen die Menschen weg -  zuletzt sei die Zahl der Anwohner von 13.000 auf 3.000 gefallen. Dass sich diese Entwicklung umkehren könnte, ist bislang nicht in Sicht. 

Die Bewohner Lissabons fühlen sich verkauft und verraten, denn sie wissen, dass sie gegen die Tourismus kaum eine Chance haben. Zu sehr benötigt die Stadt das Geld, das die Reisende in die Stadt schwemmen. "Irgendwann wird dies ein Disneyland, in dem die Touristen nur noch einander sehen", sagte eine Anwohnerin der "NZZ".

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kg
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.