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Marble Arch Mound Der Hügel in London, den niemand erklimmen möchte – schon gar nicht gegen Geld

Marble Arch Mound
Der künstliche Hügel sollte Kunden zurück ins Zentrum bringen und Touristen einen grandiosen Blick auf die Stadt bieten.
© Bradley Page / Picture Alliance
Natürlich ist es nicht einfach, sich immer neue Touristenattraktionen zu überlegen. Oder nach der Pandemie etwas, das auch Einheimische wieder in die City lockt. Der Marble Arch Mound war's für London jedenfalls nicht.

Eigentlich sollte er eine Touristenattraktion werden, die es Londons Besuchern ermöglicht, einen Blick über die Stadt zu werfen. Doch der Hügel inmitten der Stadt entpuppte sich nicht als die versprochene Grünfläche mit Naherholungseffekt, sondern als eine Lachnummer. Die angekündigte Aussichtsplattform, die Besuchern des Marble Arch Mound inmitten von London eine neue Perspektive über die Stadt ermöglichen sollte, will schlicht kein Mensch erklimmen. Schon gar nicht gegen Eintritt. Eine kleine Umfrage von BBC News am Fuße des traurigen Nicht-Bergs ergab ein vernichtendes Bild für das dreidimensionale Grünflächenprojekt.

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"Der Marble Arch (englisch für "Marmorbogen") ist ein aus weißem Carrara-Marmor bestehendes Monument in der Nähe der Speakers’ Corner im Hyde Park am westlichen Ende der Oxford Street in London, England", heißt es bei Wikipedia.  Der Plan für den Mound, die neue Anhöhe in der Nähe dieses zentralen Ortes, war ursprünglich ein Kunstprojekt. "Marble Arch Mound wurde von den weltbekannten Architekten MVRDV entworfen und wird nicht nur Besucher anziehen, sondern auch die folgenden zusätzlichen Vorteile bieten", versprechen die Bauherren, und zählen auf:

  • Die Attraktion wird während der Bau- und Betriebsphase Arbeitsplätze schaffen. Wir werden versuchen, die Chancen für die Menschen vor Ort durch unsere erfolgreichen Beschäftigungsprogramme zu maximieren.
  • Es bringt grüne Landschaftsgestaltung und Bäume in ein Gebiet, das unter Verkehrsverschmutzung leidet.
  • Wir werden zum ersten Mal Strom an den Standort bringen, damit wir ihn nachhaltig betreiben können.
  • Es wird laufende Sozialleistungen geben. Nach dem Abbau werden die Bäume und die Landschaft in andere Teile des Bezirks und der lokalen Gemeinschaft verlegt.

Nur Rückschritte

Leider sah das Ganze am Ende dann doch nicht so attraktiv aus wie erwartet. Weil das "Bauobjekt" des Hügels nicht so ausgefallen ist wie angekündigt, werden den ersten Ticketinhabern inzwischen Erstattungen versprochen. "Warum sollte ich Geld bezahlen, um dort hinaufzugehen?", fragen die Passanten bei BBC News. "Das Ding steht doch eher im Weg." Zwei Pfund soll das Erklimmen kosten, aber da der braungrüne Hügel mit seinen wenigen Bäumen eher aussieht wie eine schlecht verkleidete Pyramide, die mit Rasenplatten versehen worden ist, hält sich der Andrang im Rahmen: Touristen stehen bislang nicht Schlange und die Einheimischen halten das Projekt eher für einen Witz als eine Bereicherung.

Quellen:Oxford Street District, Instagram BBC News


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