Knapp 130 Euro (110 Britische Pfund) sind einem Paar in Großbritannien von der irischen Billig-Airline Ryanair in Rechnung gestellt worden, weil sie ihre Boarding-Pässe erst am Flughafen ausdrucken ließen.
Mehrere britische Medien griffen die Geschichte zu Beginn dieser Woche auf, nachdem sich die Tochter der beiden beim Kurznachrichtendienst X, früher Twitter, zu Wort gemeldet und große Aufmerksamkeit erhalten hatte. Auch Verbraucherschützer zeigten sich empört.
Ryanair-Flug von London Stansted nach Bergerac
Wie die beiden Senioren der BBC erzählten, hatten sie sich daheim versehentlich die Boarding-Pässe für den Rückflug statt für den Hinflug ausgedruckt. Das richtige Ticket am Airport auszudrucken, ist in der Regel aber kein Problem und bei den meisten Airlines ein kostenloser Service. Doch in diesem Fall kostete sie dieser simpe Prozess dann jeweils – 55 Pfund. Die Londoner reisten demnach am vergangenen Freitag vom Flughafen Stansted nahe der britischen Hauptstadt ins französische Bergerac.
Die Airline bestätigte bei Twitter / X, dass "die korrekte Gebühr" erhoben worden sei. "Alle Passagiere, die mit Ryanair reisen, stimmen zu, vor dem Eintreffen an ihrem Abflugflughafen online einzuchecken (...)", hieß es darin. Es sei bedauerlich, dass diese Passagiere die Erinnerungs-E-Mail ignoriert hätten, so die Mitteilung weiter.
Ryanair gilt als Vorreiter der Billigairlines in Europa. Statt den serviceorientierten Angeboten klassischer Fluglinien wie Air France oder Lufthansa besteht das verkaufte Produkt bei Ryanair meist lediglich aus dem Sitzplatz. Sämtliche Extras wie Verpflegung oder Reisegepäck verursachen zusätzliche Kosten für Reisewillige – auch ein Papierausdruck des Boarding-Passes am Flughafen gehört offensichtlich zu den kostenpflichtigen Extras bei dem Vorhaben, einen Ryanair-Flug zu absolvieren.
Quellen: Twitter (jetzt "X"), BBC, DPA