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Ryanair-Pilot schmeißt Passagiere raus 120 Belgier bleiben vorerst auf Lanzarote zurück


Rückflug Fehlanzeige: Ein Pilot der Fluggesellschaft Ryanair machte wegen eines Streits kurzen Prozess mit einer Gruppe Jugendlicher aus Belgien und warf sie kurzerhand aus dem Flieger. Angeblich ging es bei dem Streit um Gepäckgebühren. Die Belgier mussten erst einmal auf der Kanaren-Insel Lanzarote bleiben.

Neuer Ärger bei der irischen Billigfluglinie Ryanair: Wegen eines Streits um Gepäckgebühren hat am Samstag ein Kapitän des Billigfliegers eine Gruppe belgischer Schüler auf der spanischen Kanareninsel Lanzarote aus der Maschine werfen lassen. Die 120 Jugendlichen mussten den Flieger räumen, der daraufhin mit den übrigen 66 Passagieren nach Charleroi in Belgien startete, wie Ryanair mitteilte. Erst auf Druck der belgischen Behörden habe Ryanair eingewilligt, die Schüler verteilt auf mehrere Maschinen nach Hause zu fliegen, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums in Brüssel.

Die Gesellschaft teilte auf ihrer Internetseite zu dem Vorfall mit: Die Gruppe habe gestört und sich geweigert, den Anweisungen des Bordpersonals zu folgen. Es habe Streit über Übergebühren für Gepäck gegeben. Die eingeschaltete Polizei habe aus Sicherheitsgründen die Evakuierung der ganzen Maschine angeordnet und der Gruppe die Weiterreise an Bord des Flugzeugs verweigert.

Die lokale Zeitung "La Provincia" berichtete, die Jugendgruppe habe Urlaub auf Lanzarote gemacht. Ein Teil der Reisegruppe habe sich beschwert, dass einige von ihnen keine Gepäckaufschläge hätten zahlen müssen. Wegen des Streits verzögerte sich der Abflug der Maschine um drei Stunden. Eine Passagierin sagte, die Jugendlichen seien schon vorher schwierig gewesen.

Eine der Jugendlichen sagte, eine der Stewardessen sei "ausgerastet und die Angelegenheit habe sich hochgeschaukelt, mit der Müdigkeit und dem Stress". Etwa dreißig der Jugendlichen hätten Tickets von anderen Gesellschaften gekauft und seien am Samstagabend in Belgien angekommen, die übrigen hätten das belgische Konsulat eingeschaltet, weil sie nicht genügend Geld gehabt hätten.

AFP/mm AFP

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