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Von Luxor nach Assuan: Die Wildnis ruft

Es ist unerträglich heiß und wimmelt von Polizisten. Wir sind in Luxor und Assuan, der Wiege der ägyptischen Zivilisation. Und an der Schwelle zur Wildnis. Hier beginnt das Abenteuer.

Meine Reisegefährten Stefan, Roberto und Franco sind zum Tal der Könige gepilgert, um sich dieses bedeutende Zeugnis der altägyptischen Vergangenheit nicht entgehen zu lassen. Ich durfte hingegen im Hotelzimmer sitzen und mich mit der Satellitentechnik und anderen Kommunikationsfragen beschäftigen. Denn bald werden wir die bekannten Flugrouten verlassen und uns in immer tiefere Wildnis durchschlagen. Das eigentliche Abenteuer ist in Sicht.

Am frühen Abend sind wir im letzten Sonnenlicht und bei immer noch 42 Grad Hitze von Luxor nach Assuan geflogen und haben dort eine kurze Nacht verbracht. Heute war der fünfte Jahrestag von 9/11 und die Ägypter sind nach wie vor sehr "sicherheitsbewusst". Polizisten sieht man wirklich überall. Und egal ob wir auf dem Weg ins Hotel oder zu einer Pyramide sind, jedes Mal werden wir im Namen der Sicherheit untersucht und durch den Metalldetektor geschickt. Das nimmt und ein wenig die Freude am Abenteuer.

Und während Stefan die Hitze genießt und nach wie vor den ganzen Tag barfuß durch die Gegend läuft (keine Ahnung, wie er das macht, ohne sich seine Fußsohlen zu verbrennen...), freuen wir anderen uns schon auf die kühleren Gegenden. 30 bis 35 Grad reichen ja auch, oder? Staub und Hitze bin ich zwar aus Namibia und teilweise auch aus Botswana gewohnt, aber die etwas milderen Temperaturen liegen mir persönlich mehr. Stefan macht sich allerdings schon Sorgen, ob er im Hochland von Äthiopien frieren wird... So unterschiedlich sind die Gemüter. Der Helikopter läuft einwandfrei. Er hat vor Abflug einen Staubfilter eingebaut bekommen. Darüber sind wir jetzt alle froh, denn Turbinenausfall auf Grund von Sandstaub ist nicht lustig. Und im Sudan bleibt es weiter trocken.

Michael Poliza
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