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Diskussion auf Twitter Christian Lindner und Luisa Neubauer geraten aneinander – es ist nicht das erste Mal









FDP-Chef Christian Lindner und Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer geraten auf Twitter aneinander.


Hintergrund ist die Wahl von Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken zum SPD-Vorsitz.


Lindner kommentiert das für viele überraschende Ergebnis mit den Worten:
"Ich bin völlig baff."


Das deutsche Gesicht der Fridays-for-Future-Bewegung reagiert daraufhin mit diesem ironischen Tweet:


„Könnten wir die Euphorie etwas drosseln hier? Keine Sorge, wenn Sie wirklich wollen Herr Lindner könnte man sicher auch in der FDP eine Debatte über ein solches Verfahren starten.“


Neubauer schlägt der FDP damit ebenfalls Neuwahlen für den Parteivorsitz vor.


Dass der Chef der Liberalen daran derzeit kein Interesse haben dürfte, ist offensichtlich.


Dementsprechend herausfordernd schreibt Lindner zurück:


"Hmmm. Da Sie über Wahlen sprechen... Liebe @Luisamneubauer sind SIE eigentlich irgendwie legitimiert oder gewählt? ;) Wie läuft das in so einer Bewegung? Welchen Einfluss hat die Schülerin am Freitag auf einer Demo auf das, was Sie im Fernsehen sagen? Bei mir ist das klar... CL"


Obwohl Lindner einen Zwinkersmiley benutzt, hört man die Kritik an der ihm offenbar zu vorlauten Neubauer deutlich heraus.


Neubauer kann die Antwort offenbar kaum fassen und argumentiert, dass Bundestagsparteien nicht mit aktivistischen Gruppen vergleichbar seien:


"Really? Herr Lindner, wir betreiben dezentral organisierten, politischen Aktivismus & sind keine Bundestagspartei. Sorry, falls das nicht in Ihre institutionelle Logik hineinpasst. Auf unseren Bühnen sprechen übrigens viele. Bei uns zählen für Redezeiten zB überzeugende Inhalte."


Auf Twitter bekommt Neubauer für ihr Statement von vielen Nutzern Rückhalt:


Tweets
"Parteien erfüllen einen gänzlich anderen Zweck. #FFF kann keine Gesetze initiieren. Von daher muss sich Frau Neubauer auch nicht bzgl. irgendwelcher Wahlen rechtfertigen. Eine Bewegung ist keine Partei. #ÄpfenundBirnen"


"Lieber nicht "legitimiert" sein und was machen, als legitimiert sein und dabei arg limitiert."


Es ist nicht das erste Mal, dass Lindner sich mit der Fridays-for-Future-Bewegung anlegt.


Im März hinterfragt er offen die Kompetenz der Bewegung und sagt:


„Ich finde politisches Engagement von Schülerinnen und Schülern toll. Von Kindern und Jugendlichen kann man aber nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. Das ist eine Sache für Profis. CL“


Schon damals tut Neubauer das Statement als "überheblich" ab.


In dieser Diskussion ist das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen.


Quellen: dpa, Twitter, watson

Mehr
Angesichts seines "Ich bin völlig baff"-Kommentars zum neuen SPD-Vorsitz, schlägt die Fridays-for-Future-Aktivistin dem FDP-Chef eine Debatte über Neuwahlen in der eigenen Partei vor. Was folgt, ist ein Schlagabtausch, der es in sich hat. 

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