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Inflation Amazon erwartet zur Vorweihnachtszeit nur geringes Umsatzplus

Das Amazon-Logo vor einem Graphen eines sinkenden Aktienkurses
Weil Amazon für das vierte Quartal mit einem niedrigen Umsatzplus rechnet, fiel der Aktienkurs des Unternehmens um mehr als 14 Prozent
© REUTERS / Dado Ruvic
Amazon rechnet mit einem nur geringen Umsatzplus für das letzte Jahresquartal – dies ist normalerweise wegen der Vorweihnachtszeit sehr umsatzstark. Grund dafür ist die geringere Kaufkraft von Konsumenten durch die hohe Inflation.

Der US-Onlineriese Amazon erwartet im normalerweise umsatzstarken vierten Quartal von Oktober bis Dezember nur ein geringes Umsatzplus von zwei bis acht Prozent. Ein Grund ist die hohe Inflation in vielen Ländern weltweit, die das verfügbare Einkommen vieler Menschen schmälert. Der pessimistische Ausblick des Konzerns ließ den Aktienkurs um mehr als 14 Prozent fallen. 

Analyst kritisiert Amazon-CEO Jassy

Im dritten Quartal von Juli bis September legte der Umsatz stärker zu als in den beiden Vorquartalen. Er wuchs um 14 Prozent im Vorjahresvergleich auf 127,1 Milliarden Dollar (127,5 Milliarden Euro), wie Amazon am Donnerstag mitteilte. Das war allerdings weniger als von Analysten erwartet. Der Gewinn schrumpfte um neun Prozent im Vorjahresvergleich auf 2,87 Milliarden Dollar. Der Konzern kehrte damit aber nach zwei Quartalen mit Verlust in die Gewinnzone zurück. 

Analyst Rob Enderle verwies auf die hohe Inflation in vielen Ländern weltweit: "Wenn die Menschen es schwer haben, über die Runden zu kommen, dann trifft das den Einzelhandel." Er kritisierte, dass Amazon von Andy Jassy geführt wird, der den Cloud-Anbieter Amazon Web Service (AWS) entwickelt hatte. Amazon sei ein Handelsunternehmen "und ein Cloud-Entwickler sitzt am Ruder".

ilo/se AFP

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