Bear Stearns Das Geschäft der Investmentbanken


Eine der größten Investmentbanken der USA ist wegen gewagter Geschäfte mit Hypothekenpapieren in eine schwere Krise getrudelt. Anders als Universalbanken handeln Investmentbanken hauptsächlich mit Unternehmensfinanzierungen - und sind damit anfälliger für Krisen.

Bei Investmentbanken stehen alle Facetten des Wertpapierhandels im Mittelpunkt des Geschäftes. Die fünftgrößte Investmentbank der USA, Bear Stearns, geriet nun wegen riskanter Geschäfte mit Hypothekenpapieren in Schieflage. Generell werden zu dem Geschäft solcher Spezialbanken in aller Regel jegliche Aktivitäten im Zusammenhang mit der Unternehmensfinanzierung gezählt. So spielen beispielsweise Börsengänge, Übernahmen, Privatisierungsvorhaben und auch Beratungsdienstleistungen eine wichtige Rolle.

Investmentbanken stehen stellvertretend für das sogenannte Trennbankensystem, bei dem die einen Banken das klassische Kreditgeschäft und die anderen das Wertpapiergeschäft betreiben. Ein solches System hat etwa in den USA oder in Großbritannien Tradition. Im Gegensatz dazu ist in Deutschland das Universalbankensystem verankert, bei dem die Institute alle Leistungen "aus einer Hand" anbieten. Anders als beim Trennbankensystem gelten solche Universalbanken als weniger störanfällig, weil das Risiko breiter gestreut werden kann. Dem Investmentbanking werden in aller Regel aber höhere Margen bei gleichzeitig erhöhten Risiken zugeschrieben. Seit einiger Zeit ist zu beobachten, dass immer wieder auch deutsche Universalbanken Investmenthäuser übernehmen.

AP AP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker