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Bilanz für 2010: Internetgeschäft rettet Springer

Seine Internetangebote und ein verstärktes Engagement im Ausland haben dem Medienkonzern Axel Springer die Bilanz für 2010 gerettet.

Seine Internetangebote und ein verstärktes Engagement im Ausland haben dem Medienkonzern Axel Springer die Bilanz für 2010 gerettet. Während im Inland die Erlöse im Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt mit populären Titeln wie "Bild", "Welt" und "Hörzu" weiter zurückgingen, steigerte der Konzern seinen Umsatz im digitalen Geschäft um über 50 Prozent, wie das Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Erlöse mit ausländischen Medien legten demnach um 28,6 Prozent zu.

Obwohl der Gesamtkonzern dadurch um 10,8 Prozent mehr Umsatz machte, blieb dem Verlag 2010 unter dem Strich weniger Geld: Der Gewinn nach Steuern der im MDax notierten Aktiengesellschaft sank im Vergleich zu als 2009 um 12,7 Prozent auf 274,1 Millionen Euro.

Springer Vorstandschef Mathias Döpfner betonte deshalb vor allem die Erfolge im digitalen und internationalen Geschäft und erklärte, es habe sich "ausgezahlt, dass wir im Krisenjahr 2009 unsere Digitalisierungs- und Internationalisierungsstrategie unbeirrt fortgesetzt und antizyklisch investiert haben". Im laufenden Jahr würden in beiden Segmenten Umsatz und Ergebnis ebenso weiter zulegen wie die Erlöse des Gesamtkonzerns. Das Printgeschäft werde aber vermutlich weiter an Boden verlieren.

Seinen Investoren will der Konzern für das abgelaufene Jahr eine Rekorddividende zahlen. Pro Anteilsschein sollen sie 4,80 Euro erhalten. Im Vorjahr hatte der Konzern 4,40 Euro ausgeschüttet. Au0erdem soll der Aktienbestand im Verhältnis 1:3 aufgesplittet werden. Anleger ließen sich von den Konzernzahlen nicht überzeugen: Die Springer-Aktie rauschte am Vormittag um über neun Prozent nach unten.

AFP / AFP