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Börse: Kein Abspecken beim Postbank-Börsengang

Aus Unternehmenskreisen wurde bestätigt, dass der Börsengang der Postbank nicht "abgespeckt" werde. Die Deutsche Post will knapp 50 Prozent der Anteile an die Börse bringen und damit weiterhin die Mehrheit behalten.

Die Deutsche Post will knapp die Hälfte ihrer Postbank-Anteile an die Börse bringen. Dies wurde aus Unternehmenskreisen in Bonn bestätigt. Damit wurde zugleich ein Bericht des "Handelsblatts" als falsch zurückgewiesen, dass der Börsengang der Postbank "abgespeckt" werde. Investmentbanker gingen laut "Handelsblatt" inzwischen davon aus, dass nur etwa ein Drittel der Postbank-Anteile platziert werde. Dagegen hieß es aus den mit dem Börsengang befassten Unternehmenskreisen eindeutig: "Wir bleiben bei 50 Prozent minus einer Aktie." Damit würde der Eigentümer, der Mutterkonzern Deutsche Post, wie bereits mehrfach angekündigt, auf jeden Fall auch nach der Börseneinführung die Mehrheit an der Postbank halten. Von dem Börsengang erwartet Post-Chef Klaus Zumwinkel einen Erlös von mehr als 2,5 Milliarden Euro.

Erstnotiz am 21. Juni

Nach offiziell noch unbestätigten Berichten soll die Erstnotiz am 21. Juni erfolgen. Am 7. Juni soll laut "Handelsblatt" die Zeichnungsfrist für die Aktie beginnen. Einzelheiten zum Börsengang wollen Zumwinkel und Postbank-Vorstandschef Wulf von Schimmelmann an diesem Donnerstag in Köln mitteilen.

Der Postbank-Börsengang ist der wichtigste eines deutschen Unternehmens seit Beginn der Krise an den Aktienmärkten vor rund drei Jahren. Die Postbank gilt als sicherer Kandidat für die Aufnahme in den Aktienindex DAX. Sie ist mit rund 11,5 Millionen Kunden die größte Privatkundenbank in Deutschland.

DPA / DPA