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Ebay-Urteil: Profi oder Privatmann?

Drei, zwei, eins, meins - und dann wieder deins? Das Urteil des Bundesgerichtshofs zum Umtauschrecht bei Internet-Auktionen sorgte unter den 15,7 Millionen registrierten deutschen eBay-Mitgliedern für einige Verunsicherung.

Das 14-tägige Rückgaberecht gilt nach der Entscheidung der Karlsruher Richter zwar nur für Artikel, die bei gewerblichen Anbietern gekauft wurden. Die Geschäfte unter Privatleuten bleiben davon unberührt. Aber da gehen die Probleme schon los. Denn die Grenzen zwischen Privatmann und Unternehmer sind im virtuellen Bereich fließend. Mehr als 10.000 Menschen verdienen in Deutschland mit eBay bereits ihren Lebensunterhalt. Vier Millionen Artikel befinden sich ständig im Angebot. Im vergangenen Jahr wechselten Waren im Wert von vier Milliarden Euro ihren Besitzer. Die Auktionen per Mausklick sind zum großen Geschäft geworden, bei dem eBay hier zu Lande praktisch ein Monopol hat. Andere Plattformen wie Azubo, hood oder atrada haben nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest zu geringe Nutzerzahlen, um für neue Kunden attraktiv zu sein.

Vom Flohmarktstand ins WWW

Die meisten professionellen Ebayer haben vor nicht allzu langer Zeit als private Verkäufer angefangen. Wie zum Beispiel Diana und Jens Grimme. Das Ehepaar aus Stuthe bei Bremen wollte Platz im Kleiderschrank schaffen und stellte die ersten Angebote ins Netz. Dann suchten sie Secondhand-Läden und Flohmärkte nach Damenkleidung ab, die sich mit Gewinn versteigern ließ. Heute lassen die Grimmes im Ausland Brautmoden und Abendkleider fertigen, die sie unter dem Namen "Laras Dreamland" bei eBay und auf einer eigenen Homepage verkaufen.

Jens Grimme fürchtet nun, dass ihm das Urteil die eBay-Geschäftsgrundlage entzieht. "Wenn wir die Artikel jetzt bei Nichtgefallen zurücknehmen müssen, rechnen sich die Auktionen für uns nicht mehr", meint der gelernte Kfz-Meister. "Die Leute ersteigern sich dann drei Kleider in verschiedenen Größen, suchen sich das passende aus und schicken die anderen beiden zurück." Bislang war dies nur bei "Sofortkäufen" möglich, bei denen nicht ersteigert, sondern ein Festpreis gezahlt wird.

Nicht alle Branchen gleich betroffen

Andere Powerseller - so darf sich bei eBay nennen, wer jeden Monat mindestens 300 Artikel oder Waren im Wert von mehr als 3000 Euro umsetzt - schätzen die Auswirkungen des Karlsruher Richterspruchs geringer ein. Beim Bochumer Kfz-Händler Bernd Fink mit seiner Firma "Autotuning Carparts Online" (Umsatz: mehr als zwei Millionen Euro pro Jahr) werden nur wenige Artikel zurückgeschickt. "Bislang bewegt sich das im Bereich von einem Prozent. Und wenn die Kunden nicht zufrieden sind, nehmen wir heute schon zurück und erstatten den Preis."

Auch der Restposten-Händler Andreas Voswinckel setzt schon länger auf Kulanz. "Das gehört für uns zum Kundendienst", sagt der Hamburger, dessen Internet-Unternehmen Limal 13 Beschäftigte hat. "Ich habe die Befürchtung, dass die Rücksendungen zunehmen werden. Aber ich glaube nicht, dass sich das sehr negativ auswirken wird." Einige Experten vermuten aber, dass die Einstiegspreise bei eBbay anziehen, weil die Händler ihre Kosten neu kalkulieren müssen.

Händler könnten sich als Private tarnen

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen fürchtet bei allem Lob für das Urteil, dass einige Profi-Händler versuchen werden, das Urteil zu umgehen. "Es besteht die Gefahr, dass sich gewerbliche Händler als Privatleute tarnen, um das Widerrufsrecht auszuhebeln", sagt Internet-Experte Patrick von Braunmühl. Die Verbraucherschützer raten deshalb, sich vor der Beteiligung an einer Auktion über den Verkäufer genau zu informieren. Also beispielsweise, wie viele Bewertungen er hat.

Christoph Sator/DPA / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?