Elterngeld Warmer Segen für Besserverdiener


Das Elterngeld für junge Familien fällt oft niedrig aus. Mehr als die Hälfte aller Antragsteller erhält weniger als 500 Euro monatlich. Für Besserverdiener rechnet sich diese soziale Leistung dagegen besonders

Dagegen bekommen nur etwa 15 Prozent der Empfänger mehr als 1000 Euro pro Monat ausgezahlt. Das geht aus einer Antwort des Bundesfamilienministeriums auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Volker Wissing hervor, wie die "Süddeutsche Zeitung" (berichtet.

Das Elterngeld, das seit Jahresbeginn 2007 gezahlt wird, soll den Verdienstausfall des Elternteils ersetzen, der nach der Geburt eines Kindes zu Hause bleibt. Es beträgt 67 Prozent des früheren Nettoeinkommens, maximal jedoch 1800 Euro. Arbeitslose und Geringverdiener bekommen mindestens 300 Euro. Das Elterngeld wird höchstens ein Jahr lang gezahlt - falls auch der Partner aus dem Job aussteigt, wird es um zwei Monate verlängert

Nach früheren Angaben des Familienministeriums wurden von den bis Ende September bearbeiteten 394 000 Anträgen bislang 386 000 bewilligt. Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge entfielen auf jene 15 Prozent der Empfänger, die mehr als 1000 Euro bekamen, mehr als 30 Prozent des ausgezahlten Geldes. Wissing kritisiert diese Staffelung: "Familienpolitik rechtfertigt keine Umverteilung von unten nach oben. Staatliche Fürsorge sollte sich auf diejenigen konzentrieren, die ihrer bedürfen."

DPA


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