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Energiepreise: Institut fordert Senkung der Spritsteuer

Die ständig steigenden Energiepreise sind eine Gefahr für die Volkswirtschaft: Das DIW forderte die Bundesregierung deshalb zum Handeln auf. Die Mineralölsteuer müsse gesenkt und der Wettbewerb im Energiesektor erhöht werden.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat vor erheblichen volkswirtschaftlichen Schäden als Folge der steigenden Energiepreise gewarnt. DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert forderte in der "Passauer Neuen Presse" die Bundesregierung zu Gegenmaßnahmen auf: "Wenn der Benzinpreis über 1,80 Euro steigt, muss die Bundesregierung handeln und die Mineralölsteuer senken." Kemfert schlug eine Steuersenkung um vier Cent vor, die auch den Tanktourismus eindämmen würde.

Auch Öl- und Strompreis könnten sich als Konjunkturkiller entpuppen, sagte die Professorin. Bleibe der Ölpreis über einen längeren Zeitraum über der Hundert-Dollar-Marke pro Barrel, hätte dies laut Kemfert empfindliche Auswirkungen auf die deutsche Volkswirtschaft: "Das könnte beim Bruttoinlandsprodukt ein Minus von 0,4 Prozent bedeuten." Vor allem bei den Strompreisen müsse die Politik handeln: "Wir brauchen mehr Transparenz und Wettbewerb", forderte sie.

Ölpreis sinkt unter 95 Dollar

Der US-Ölpreis ist am Montag unter die Marke von 95 Dollar gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Dezember kostete im frühen Handel 94,92 Dollar. Das waren 95 Cent weniger als zum Handelsschluss am Freitag. Damit hat sich der Abstand zum Rekordstand vom vergangenen Mittwoch bei 98,63 Dollar noch etwas ausgeweitet.

AP / AP