EXPERTENTIPP Zuschuss für Fahrkarten statt Gehaltserhöhung


Wenn die Firma Zuschüsse für Fahrkarten, verbilligte Tickets oder kostenlose Fahrscheine für den öffentlichen Linienverkehr zum Gehalt spendiert, bleiben diese Extras steuerfrei.

Der Nachteil vieler Gehaltserhöhungen ist leider, dass mit dem Mehr an Einkommen auch die Steuerlast steigt. Auf eine Möglichkeit, sich vom Arbeitgeber steuerschonend 'belohnen' zu lassen, weist die Stiftung Warentest im »Finanztest«-Spezialheft Steuern 2002 hin: Wenn die Firma Zuschüsse für Fahrkarten, verbilligte Tickets oder kostenlose Fahrscheine für den öffentlichen Linienverkehr zusätzlich zum Gehalt spendiert, bleiben diese Extras steuerfrei. »Die Fahrkarten können ruhig auch für andere Strecken gelten, und man darf somit sogar privat unterwegs sein«, sagen die Verbraucherschützer.

Auch Arbeitgeber profitiert

Auch der Arbeitgeber könnte an solchen Maßnahmen durchaus interessiert sein, erläuterten kürzlich die Experten der ZDF-Ratgebersendung »Wiso«. Der Chef kann nämlich bei steuerfreien oder -begünstigten Zuwendungen auch noch selbst steuerliche Vorteile erreichen.

Taxiquittung gilt nicht

Die Stiftung Warentest weist aber auch darauf hin, dass Geld von der Firma für Fahrten mit dem Taxi oder dem eigenen Fahrzeug dagegen Arbeitslohn sind. »Der Arbeitgeber kann den Zuschuss jedoch pauschal mit 15 Prozent versteuern, wenn er ihn zusätzlich zum Gehalt zahlt. Dann ist die Abrechnung mit dem Finanzamt erledigt.« Allerdings ist die Lohnsteuerpauschalierung nur bis zu dem Betrag erlaubt, den der Arbeitnehmer andernfalls als Werbungskosten absetzen kann.


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