Ferienjobs Steuern werden meist zurückerstattet

Arbeit mit Geld-zurück-Garantie? Schüler und Studenten mit einem Ferienjob sollten sich laut Experten-Tipp nach getaner Arbeit eine Lohnsteuerkarte ausstellen lassen und diese aufbewahren.

Denn die zunächst vom Arbeitgeber einbehaltene Lohn- und Kirchensteuer sowie der Solidaritätszuschlag können nach Ablauf des Kalenderjahres in den meisten Fällen vom Finanzamt zurückgefordert werden, wie der Bund der Steuerzahler Hessen in Wiesbaden mitteilt.

Antrag auf Veranlagung der Einkommenssteuer

Dafür müsse lediglich ein Antrag auf Veranlagung der Einkommenssteuer ausgefüllt und abgegeben werden. Das entsprechende Formular gebe es bei allen Finanzämtern. Bei der Lohnsteuerabrechnung durch den Arbeitgeber werde unterstellt, dass während des ganzen Jahres Arbeitslohn bezogen wird. Da Ferienarbeit aber nur in einigen Wochen ausgeübt werde, seien die vom Arbeitslohn abzuziehenden und für das gesamte Jahr geltenden Pausch- und Freibeträge meist höher als der erhaltene Arbeitslohn.

Bei einer Beispielrechnung gehen die Experten von einer ledigen Studentin mit der Lohnsteuerklasse I aus, die außer ihrem Arbeitslohn aus dem Ferienjob während des Jahres keine anderen steuerpflichtigen Einkünfte hat. Sie erhalte bei einem Arbeitslohn von bis zu 10.782 Euro im Jahr die abgezogene Lohn- und Kirchensteuer sowie den Solidaritätszuschlag in vollem Umfang zurück. Erst über diesem Betrag beginne die Lohnsteuerpflicht.

Bei zu hohem Verdienst ist Kindergeld futsch

Weiter weist der Steuerzahlerbund darauf hin, dass die Einkünfte eines Schülers oder Studierenden Auswirkungen auf die Steuern der Eltern haben können: Wenn die Gesamteinkünfte des Kindes im Jahr den Betrag von 7.680 Euro überschreiten, kann dies bei den Eltern den Verlust von Kindergeld, Kinderzulage und weiteren Vergünstigungen, für die Kindergeldbezug beziehungsweise Kinderfreibetrag Voraussetzung sind, zur Folge haben. (AP)

DPA

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