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Preisverfall: Verschmähtes Edelmetall: Warum derzeit kaum jemand Gold kaufen will

Je unsicherer die Weltwirtschaft, desto stärker steigt der Goldpreis - normalerweise. Doch derzeit will trotz Handelskriegen kaum jemand das Edelmetall kaufen. Hat Gold seinen Zauber verloren?

Gold ist derzeit bei Anlegern wenig gefragt

Gold ist derzeit bei Anlegern wenig gefragt

Getty Images

Zum Gold haben viele Anleger eine besondere Beziehung. Vor allem in unruhigem wirtschaftlichen Fahrwasser schwören Goldfans auf das Edelmetall. Gold gilt als Krisenwährung, deren Preis steigt, je unsicherer die Lage an den Märkten ist. Umso erstaunlicher erscheint auf den ersten Blick die aktuelle Entwicklung des Goldpreises. 

Obwohl Donald Trump als Führer der größten Volkswirtschaft der Welt seit Monaten wirtschaftspolitisches Chaos verbreitet und seine wichtigsten Handelspartner mit massiven Strafzöllen bedroht, ist die Nachfrage nach Gold weltweit auf einem historisch niedrigen Stand.

Laut dem World Gold Council, der Lobbyorganisation der Goldindustrie, kauften Anleger im ersten Halbjahr 2018 lediglich 1960 Tonnen Gold - das sei der niedrigste Wert seit neun Jahren. Und wo keine Nachfrage ist, da fällt der Preis: Der Goldpreis fiel am Donnerstag auf ein neues Jahrestief von 1208 Dollar je Feinunze. Im Februar waren es noch 1360 Dollar gewesen - ein Absturz um mehr als zehn Prozent. Was ist da los?

Goldpreis: Starker Dollar macht das Edelmetall teuer

Als Hauptgrund für die Schwäche des Goldes gilt Analysten der starke Dollar. Die starke US-Währung macht den Kauf von Gold teurer, da dieses in Dollar gehandelt wird. So brach zuletzt die Nachfrage aus wichtigen Gold(-Schmuck)-Ländern wie Indien und Türkei ein. Die türkische Lira befindet sich in einem historischen Tief. Dazu kommt, dass trotz der schwächeren Nachfrage weiterhin sehr viel Gold produziert wird. Produktionssteigerungen in Kanada, Indonesien und Russland erhöhten das Angebot laut World Gold Council fast auf Rekordniveau.

Zudem läuft es auch auf den US-Aktienmärkten derzeit gut, sodass viele Anleger lieber in Aktien investieren als in Gold. Vor allem sogenannte Gold-ETFs, also Indexfonds, die durch physisches Gold gedeckt sind, sind Experten zufolge derzeit bei den Anlegern wenig gefragt. "Ein Grund für die Abflüsse aus amerikanischen Gold-ETFs ist, dass die US-Aktienmärkte zuletzt deutlich besser gelaufen sind", sagt Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch dem Handelsblatt

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Dies könnte noch eine Weile so weitergehen. Denn trotz aller Strafzölle und Handelskriege profitieren viele US-Unternehmen kurzfristig von Trumps Steuersenkungen. Die US-Notenbank Fed hat ihre Einschätzung der Wirtschaftslage gerade von "solide" auf "stark" verbessert. 

Soll man jetzt Gold kaufen?

Wie es mit dem Goldpreis weitergeht, da streiten sich dagegen die Experten. Einige Beobachter halten Gold derzeit für günstig und erwarten mittelfristig wieder einen Anstieg des Kurses. Aber auch das Gegenteil ist möglich: Analyst John Kosar von Asbury Research rät laut CNN in einem Report derzeit von Goldkäufen ab, da der Preis bis zum Ende des Jahres weiter sinken könne. 

Für Kleinanleger gilt Gold sowieso als eher ungeeignet, da Münzen und Barren keine Zinsen abwerfen, die Lagerung Kosten verursacht und die Wertentwicklung kurzfristig ungewiss ist. Menschen mit großen Vermögen halten dagegen gerne eine kleine Reserve in Gold, da es langfristig äußerst wertbeständig ist. 

Mehr Informationen zum Thema Anlegen in Gold finden Sie hier

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Gold

Gold gilt vielen Anlegern als Absicherung gegen Krisen des globalen Geldsystems. Dabei ist die Wertentwicklung des Edelmetalls selbst unsicher. Dazu kommt ein Währungsrisiko, weil Gold in US-Dollar gehandelt wird. Und auch die Kosten muss man erst wieder hereinholen. Dennoch kann es für Anleger sinnvoll sein, zumindest einen kleinen Teil des Vermögens in Gold zu investieren.  

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.