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Hebelprodukte: Stiftung Warentest zeigt: So zocken die Finanz-Profis

Options­scheine, CFDs oder Knock-out-Zertifikate: In der Finanzwelt lassen sich mit Hebelprodukten die Gewinne vervielfachen. Doch die Produkte sind kompliziert und der Totalverlust ist möglich. Die Stiftung Warentest erklärt, wie gezockt wird.

Profi-Börsenhändler bei der Arbeit

Profi-Börsenhändler bei der Arbeit

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Die Deutschen werden schon bei Aktien vorsichtig. Die Schwankungen an den Kapitalmärkten verunsichern. Bei einer langfristigen Geldanlage ist das Hin und Her der Märkte dabei eigentlich zu vernachlässigen, der lange Anlagehorizont gleicht dies aus. Dementsprechend ist aber auch die Rendite überschaubar. Wer richtig abkassieren will, muss spekulieren. Doch wie macht man das? 

Die Stiftung Warentest hat sich Hebelprodukte genauer angesehen. Bei diesen Finanzwetten wird auf Kursschwankungen gesetzt. Der Hebel kann die Wirkung um ein Vielfaches erhöhen. Das kann sich lohnen - birgt aber auch ein hohes Risiko.

Hebelprodukte nur für Profis

Daher lautet der erste Tipp der Warentester: Nur mit Spielgeld zocken! Sie müssen den Verlust des Geld voll verkraften können. Denn bei diesen Wetten ist der Totalverlust jederzeit möglich. Der zweite Tipp: Hebelprodukte sind für eine kurze Anlagedauer gedacht. Wer sein Geld auf Jahre anlegen will, sollte sich sicherere Finanzprodukte aussuchen.

"Wer für sein Wertpapierdepot die höchste Risikostufe hat, kann über seine Bank zum Beispiel Optionsscheine, Knock-out-Zertifikate oder Hebel-ETF kaufen und auf die Entwicklung von Aktien, Indizes, Rohstoffen oder Währungen wetten - wahlweise auf steigende (Long-Produkte) oder fallende Kurse (Short-Produkte)", schreiben die Experten. Und warnen vor Knock-out-Zertifikaten: Wird eine festgelegte Knock-out-Schwelle durchbrochen, ist das Geld futsch. Spekulanten wissen: Je größer der Hebel, desto näher liegt diese Schwelle am Basiswert. Kurz gesagt: Höhere Hebel maximieren zwar den Ertrag. Aber wettet man beispielsweise auf einen fallenden Dax mit hohem Hebel, reichen schon minimale Kursschwankungen und das Geld ist weg. 

Eine Ausnahme seien Hebel-ETF, so die Warentester. Bei diesen börsengehandelten Indexfonds gebe es ein Sondervermögen, dass vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt sei. Risikant seien diese ETF immer noch - aber ein Totalverlust sei eher unwahrscheinlich.

Alle Fallstricke von Hebelprodukten erklärt die Stiftung Warentest in einer Übersicht, die Sie unter www.test.de gegen Gebühr abrufen können.

Geld anlegen: Keine Ahnung von Aktien und Fonds? So retten Sie Ihr Geld
Aktienfonds Geldanlage Altersvorsorge

Aktienfonds

Ein Fonds ist wie ein Topf, in dem Geld von Anlegern gesammelt wird. Das wird dann investiert – bei Aktienfonds in Anteile an Unternehmen, die an der Börse gehandelt werden. Damit ist man als Sparer direkt am Erfolg oder Misserfolg von mehreren Firmen beteiligt. Weil das Geld auf viele Unternehmen verteilt wird, ist das Risiko weniger hoch als bei der direkten Anlage in einzelne Aktien. Es gibt Aktienfonds, die sich z. B. auf bestimmte Länder, Regionen oder Branchen konzentrieren.

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kg
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.