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Investieren in ETF: Keinen Plan von Aktien? So funktioniert die Geldanlage für Dummies

Für Sparer sind die Niedrigzinsen eine Katastrophe: Das bequeme Sparbuch wirft nichts mehr ab, aber Aktien scheinen kompliziert und unsicher. Doch es gibt eine Anlageoption für Ahnungslose, die nicht auf Rendite verzichten wollen.

Auch ohne große Börsenkenntnisse können Anleger mit ETF von den Märkten profitieren.

Auch ohne große Börsenkenntnisse können Anleger mit ETF von den Märkten profitieren.

Offenbar haben die Deutschen die innere Panik Aktien gegenüber verloren. Das zumindest berichtet die Bundesbank in ihrem jüngsten Geldvermögensbericht. Ein "vergleichsweise hohes Engagement der privaten Haushalte auf den Kapitalmärkten" wurde verzeichnet: Allein im viertel Quartal 2015 investierten die Deutschen rund 2,8 Milliarden Euro neu in deutsche Aktien. Eine gute Entscheidung: Aktien bringen zu den aktuellen Niedrigzinszeiten noch Rendite. 

Keine Ahnung von Aktien?

Was aber tun, wenn man keinen blassen Schimmer von Aktien hat? "Finanztest" hat sich eine der Möglichkeiten, trotz Ahnungslosigkeit vom Aktienmarkt zu profitieren, genauer angesehen. Die so genannten Indexfonds (Exchange Traded Funds, kurz ETF) haben für ungeübte Anleger einige Vorteile: Sie sind im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds günstig und "pflegeleicht", wie "Finanztest" schreibt.

Bei ETF sucht nicht ein Manager Aktien aus, sondern ein Aktienindex wird abgebildet. Wer also einen Dax-ETF kauft, investiert in die großen Dax-Unternehmen - ohne die Aktien einzeln kaufen zu müssen. Und weil kein Manager den Fonds verwaltet, sind die Gebühren günstig. Zum Vergleich: Bei aktiv gemanagten Fonds zahlen Anleger bis zu fünf Prozent der Anlagesumme als Gebühr. Bei ETF müssen die Anleger nur die Gebühr für Wertpapierkäufe bei ihrer Bank bezahlen. Die liegen zwischen 0,1 Prozent (Direktbanken im Netz) und einem Prozent (Filialbanken). 

MSCI World, der Einsteiger-ETF

Als klassischen Einstiegs-ETF empfiehlt "Stiftung Warentest" den MSCI World, der weltweit wichtigste Aktienindex. Er investiert breit gestreut in Branchen und Länder und verteilt so auch das Risiko. Allerdings warnen die Finanztester: Man sollte nur Geld investieren, auf das man zehn Jahre oder länger verzichten kann. Wer auf die Kohle angewiesen ist, muss die Fondsanteile vielleicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen und so Verluste hinnehmen, denn die Aktienindizes schwanken stark im Kurs. Und: Auch ETF schützen nicht vor Verlusten. Rutscht der Index ab, verlieren die Anleger Geld, wenn sie zu diesem Zeitpunkt aussteigen. 

Weiterer Pluspunkt der ETF: Inzwischen gibt es viele Anbieter, die diese Fondsart auch als Sparplan anbieten. Statt eine einmalig hohe Summe zu investieren, können Sparer monatlich Geld einzahlen. Günstigste Anlaufstelle sind Direktbanken im Internet. 

Weitere Infos von Finanztest zu ETF und einen Fondstest erhalten Sie unter www.test.de gegen Gebühr.