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Katholische Kirche: Erzbistum Köln verfügt über drei Milliarden Euro

Aktien, Fonds und Immobilien bescheren dem Erzbistum Köln offenbar ein Vermögen in Höhe von drei Milliarden Euro. Das geht einem Medienbericht zufolge aus dem Jahresabschluss 2013 hervor.

Die prunkvollen Fassade des Kölner Doms

Die prunkvollen Fassade des Kölner Doms

Das Erzbistum Köln verfügt nach einem Medienbericht über ein Gesamtvermögen von rund drei Milliarden Euro. Es setze sich vor allem aus Wertpapieren, Aktien, Fonds und Immobilien zusammen, schreibt der "Kölner Stadt-Anzeiger" unter Berufung auf den Jahresabschluss 2013 des Erzbistums.

Er soll an diesem Mittwoch vorgestellt werden. Allerdings stünden den Aktiva durch Pensionsrückstellungen und Reserven für den Unterhalt kirchlicher Gebäude Belastungen in gleicher Höhe gegenüber.

Nach dem Finanzskandal um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst legen immer mehr katholische Bistümer Rechenschaft über ihr Vermögen ab. Im vergangenen Jahr hatte das Erzbistum Köln bereits erstmals Auskunft über sein Immobilienvermögen gegeben. Danach verfügen das Erzbistum und der Erzbischöfliche Stuhl über Immobilien im Gesamtwert von 612 Millionen Euro. Köln ist mit rund 2,1 Millionen Katholiken das größte Bistum im deutschsprachigen Raum.

kup/DPA / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?