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Aufschieberitis: Geld sparen? Altersvorsorge? Rente? Och, mach ich später...

Unangenehme Aufgaben verschieben wir gerne. Das Bad auf Hochglanz zu schrubben, wirkt plötzlich viel attraktiver, als sich mit finanziellen Dingen auseinandersetzen zu müssen. Aber warum leiden wir gerade bei Themen wie Altersvorsorge und Rente an Aufschieberitis?

Geldanlage? Altersvorsorge? Och nö.....

Geldanlage? Altersvorsorge? Och nö.....


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Sehr gut, der Klick auf diesen Artikel war schon mal der erste Schritt. Sie könnten statt dessen ja auch Horoskope oder Kochrezepte durchlesen oder Katzen-Videos anschauen. Aber nein, Sie sind hier gelandet. Vielleicht haben Sie sich unterbewusst ertappt gefühlt? Weil Sie zwar wissen, dass so leidige Themen wie die Altersvorsorge und Rente total wichtig sind - aber Sie diese bisher großräumig umschifft haben. 

Die gute (oder vielleicht gar nicht so gute) Nachricht: Sie sind nicht allein. Dass wir ungeliebte Arbeiten und Aufgaben, die uns zu groß erscheinen, vor uns herschieben, ist wenig überraschend. Die Aufschieberitis kennen Psychologen nur zu gut. Denn Menschen sind  leicht zu verführende Wesen, die sich von schnellem Genuss oder baldiger Belohnung angezogen fühlen. Der kurzfristige Konsum lockt uns, das Jetzt und Hier bindet uns, wissen Verhaltenspsychologen. Der Mensch liebt Belohnungen und schnell sichtbare Resultate. Tja, und genau das ist das Problem mit der Altersvorsorge.

Rente und Altersvorsorge? Ach...

Zukunft ist eben ein fürchterlich sperriger Begriff. So unhandlich. Und wer heute seine private Rente plant oder sich zum Sparen zwingt, empfindet dabei kaum Glückseligkeit. Unser inneres Belohnungszentrum langweilt sich. Besonders übel ist dabei, dass junge Menschen eher an Prokrastination - so der Fachbegriff für die Aufschieberitis - leiden als ältere. 95 Prozent der amerikanischen Studenten schiebt zumindest gelegentlich Dinge vor sich her, so der kanadische Psychologe Piers Steel. Für die Altersvorsorge ist das fatal, denn wer nur wegschiebt und ausweicht, vergibt wertvolle Jahre. Das rächt sich im Alter.

Gerade beim Thema Geld kommt aber noch ein weiterer Bremsklotz dazu, der die eh schon leicht Ablenkbaren vollständig abhält, sich jetzt endlich mal mit der Rente zu beschäftigen: Fehlendes Wissen. In Zeiten, als der Bausparvertrag oder die Lebensversicherung noch funktionierten und das Sparbuch zumindest einträgliche Zinsen bescherte, fiel es auch Ahnungslosen leicht, Geld auf die hohe Kante zu legen. Oder sagen wir: Leichter. Jetzt muss man sich durch ein Meer an Möglichkeiten kämpfen: Fondssparpläne, ETF, Riesterrente, Pensionskasse. Was ist sicher? Was wirft Ertrag ab? Ist ein Totalverlust möglich? Plötzlich wird der Wunsch, das Badezimmer endlich mal wieder auf Hochglanz zu schrubben, größer.

Wie überlistet man die eigene Prokrastination? 

Um junge Menschen zum Sparen zu bringen, lassen sich die Geldhäuser einiges einfallen. Pünktlich zum Weltspartag baute die Fondsgesellschaft Fidelity eine riesige, rote Bank in einem Hamburger Einkaufszentrum auf, schließlich würden wir ja alle "etwas auf die lange Bank schieben" - und meinte damit die Finanzen der Passanten. Die Sparkassen ließen einen Hipster-Opa durch die Werbeclips tanzen, um jüngere Kunden anzusprechen. 

Aber wie überlistet man die eigene Aufschieberitis? Daniel Hoch, der als Autor über Prokrastination schreibt, empfiehlt, nervige Aufgaben runterzubrechen. Statt den dicken Brocken vor sich herzuschieben, helfen kleine Häppchen. Nicht "Ich muss meine Altersvorsorge heute organisieren", sondern "Heute Abend sammele ich Infos, dann richte ich mir ein Depot ein und danach wähle ich Produkte aus." Nützt das auch nichts, muss sanfte Gewalt helfen: Die Uni Chicago fand heraus, dass Menschen dann am ehesten sparen, wenn sie dazu gezwungen werden. Also: Dauerauftrag einrichten oder einen Pensionsfonds aussuchen, der direkt vom Bruttogehalt gezahlt wird - noch bevor das Netto auf dem Konto landet. Das klappt auch mit einer betrieblichen Altersvorsorge. Das Bad können Sie danach immer noch putzen. Obowhl - morgen ist ja auch noch ein Tag.

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Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.