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Kampagne "Banknotes of Colour" "Ethnische Minderheiten repräsentieren": Bekommt das Pfund bald eine neue Optik?

Pfundnoten und -münzen
Das Pfund soll einen neuen Anstrich bekommen
© MarioGuti / Getty Images
Die Abbildungen auf der britischen Währung sollen Menschen zeigen, die zum Aufbau des Königreichs beigetragen haben. Doch bislang lassen sich dort nur Weiße finden. Das soll sich bald ändern.

Die Bilder auf Münzen und Banknoten in Großbritannien sollen Menschen ehren, die halfen, das Königreich aufzubauen und zum Erfolg zu tragen. Doch bereits seit geraumer Zeit stören sich Menschen an einer Tatsache: Alle dort bislang abgebildeten Personen der Geschichte sind und waren weißer Hautfarbe. Nun hat die Regierung angekündigt, daran arbeiten zu wollen, dies zu ändern.

Das sei keine akkurate Abbildung, so Unterstützer der Kampagne "Banknotes of Colour": "Menschen unterschiedlicher Herkunft haben dabei geholfen, Großbritannien aufzubauen", sagte Zehra Zaidi, eine frühere konservative Parlamentskandidatin, dem britischen Blatt "The Independent". "Die 'We Too Built Britain'-Kampagnengruppe wollte eine inklusive Historie und dazu Menschen mit verschiedenen sozialen und ethnischen Vorgeschichten zeigen, die dabei geholfen haben, Großbritannien aufzubauen." Dass sich die Regierung der Sache nun annehmen wolle, sei das Produkt einer zweieinhalbjährigen Kampagne.

"Ethnische Minderheiten und ihren Beitrag wertschätzen"

Die Abbildungen auf den Banknoten und Münzen sollen "diejenigen zeigen, von denen wir glauben, dass sie etwas zu unserer Geschichte, Wirtschaft und Kultur beigetragen haben. Unsere Kampagne hält es für dringend nötig, wertzuschätzen, dass ethnische Minderheiten einen großen Teil hierzu beigetragen und viel erreicht haben". Man hoffe, hiermit junge Menschen inspirieren und das Königreich vereinen zu können. "Einigkeit ist wichtiger denn je, besonders, wenn wir uns die Uneinigkeit anschauen, die es online gibt, oder die Spaltung, die der Brexit in Großbritannien verursacht hat."

Schatzminister John Glen sagte dem "Sunday Telegraph", dass Kanzler Rishi Sunak sich die Forderungen der Kampagne zu Herzen genommen habe und die Möglichkeit prüfen werde, einflussreiche Menschen verschiedener ethnischer Hintergründe auf einigen Münzen zu verewigen. 

In Erwägung gezogen werden hierbei beispielsweise Mary Seacole, eine britisch-jamaikanische Krankenschwester während des Krim-Kriegs, und die ersten indischen und nepalesischen Soldaten, die eine Auszeichnung mit dem Victoria-Kreuz erhalten haben.

Quellen: "Independent", "Sunday Telegraph"

jgs

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