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Medien: Constantin Film verringert Verluste

Im vergangenen Jahr verteidigte Constantin mit 12,7 Millionen Kino-Besuchern die Position als führender unabhängiger Verleiher in Deutschland.

Der frühere SAT.1-Chef und KirchMedia-Manager Fred Kogel wird neuer Chef der Constantin Film. Nach einem Jahr «härtester Insolvenzabwicklung» bei der KirchMedia freue er sich, wieder kreativer sein zu können, sagte Kogel am Freitag in München. Der 42-Jährige wird Anfang April den Vorstandsvorsitz bei der Constantin Film AG (München) übernehmen. Dort hatte er vor 18 Jahren auch seine Karriere in der Medienbrache als Assistent von Bernd Eichinger gestartet. In den vergangenen beiden Jahren war er Aufsichtsrats-Chef bei der Constantin Film. 2002 konnte das Unternehmen seine Verluste deutlich reduzieren.

Führender unabhängiger Verleiher

Im vergangenen Jahr verteidigte Constantin mit 12,7 Millionen Kino-Besuchern die Position als führender unabhängiger Verleiher in Deutschland. Unter allen Verleihern liegt Constantin hinter den US- Studios auf Rang sechs. Bei der Produktion deutscher Kinofilme hat das Unternehmen einen Marktanteil von über 50 Prozent. Die Zahl der Eigenproduktionen solle weiter ausgebaut werden, sagte Vertriebs- Vorstand Thomas Friedl.

Leichter Umsatzanstieg

Der Umsatz der Constantin-Gruppe stieg im vergangenen Jahr leicht auf 131,2 Millionen Euro. Der Verlust sank von 10,8 auf 1,1 Millionen Euro. Dank operativer Erfolge im zweiten Halbjahr sei es gelungen, die Sonderbelastungen zum Jahresstart weitgehend auszugleichen. Im laufenden Jahr rechnet Constantin wegen des anhaltend schwierigen Umfelds mit einem Umsatz von 120 bis 135 Millionen Euro.

Produktion von TV-Shows

Kogel kündigte an, er wolle ein stärkeres Engagement der Constantin im Unterhaltungsbereich prüfen. Die Produktion von Fernsehshows sei ein interessantes Feld. Dabei sieht Kogel auch kein Problem darin, dass er noch als Gesellschafter bei der KirchMedia Entertainment engagiert ist.