HOME

Nebenverdienste der Intendanten: Das verdienen die Chefs von ARD und ZDF wirklich

Als Intendant des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verdient man sowieso nicht schlecht. Mit diversen Nebenjobs bessern die Senderchefs ihr Gehalt aber noch einmal auf. Spitzenverdiener ist Tom Buhrow.

Auf den Gehaltszetteln der Intendanten von ARD und ZDF sind sechsstellige Zahlen ohnehin selbstverständlich. Zusätzlich zu ihren regulären Gehältern kommen die Senderchefs aber auch noch auf üppige Zusatzeinnahmen. Dies berichtet der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Demnach sitzen die ARD- und ZDF-Bosse automatisch auch in den Aufsichtsgremien ihrer Tochtergesellschaften - etwa Werbe- und Produktionsfirmen. Mit den Posten bekommen die Chefs zusätzliches Geld.

Die frühere WDR-Intendantin Monika Piel erzielte dem Bericht zufolge mit 58.922 Euro den höchsten Nebenverdienst im Jahr. Dabei verdiente sie mit 341.500 Euro ohnehin schon mehr als etwa die Kanzlerin. Und die darf auch keine Nebenjobs haben. ZDF-Intendant Thomas Bellut durfte sich 2012 über Zusatzeinnahmen von 33.291 Euro freuen, sein reguläres Gehalt liegt bei 276.713 Euro.

Tom Buhrow bekommt am meisten

NDR-Intendant Lutz Marmor (Gehalt: 305.417 Euro) bekam 27.000 Euro extra. MDR-Chefin Karola Wille (247.801 Euro) strich 21.888 Euro Bonus ein. Ulrich Wilhelm vom Bayerischen Rundfunk verzichtet dagegen laut "Spiegel" auf sämtliche Zuverdienste. Sein Jahressalär von 309.720 Euro reicht ihm offenbar.

Die Nebenverdienste der Intendanten waren bisher nicht öffentlich, bekannt waren nur die Gehälter. Bis auf HR-Chef Helmut Reitzle sagen mittlerweile alle Intendanten, was sie offiziell verdienen. Neuer Spitzenverdiener ist Piels Nachfolger Tom Buhrow. Er verdient 367.232 Euro im Jahr. Sein Nebenverdienst von 3072 Euro ist da zu vernachlässigen.

bak
Themen in diesem Artikel