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Außergewöhnliches Banknoten-Design: In Norwegen zahlt man künftig mit Pixelscheinen

Die norwegische Notenbank beschreitet mit ihren neuen Geldscheinen außergewöhnliche Designwege. Der Pixellook ist gewöhnungsbedürftig, soll aber hohe Kunst sein.

Nein, der nowegischen Zentralbank ist hier kein Produktionsfehler unterlaufen. Zu sehen ist auch nicht das fehlerhafte Werk eines Notenfälschers, der vergessen hat, den aktuellen Treiber für seinen Drucker zu installieren. Es handelt sich tatsächlich, um das offizielle Design der neuen norwegischen Banknoten.

Der gewöhnungsbedürftige Pixellook ging aus einem Wettbewerb hervor, bei dem acht Designer ihre Entwürfe einreichten. Die Vorderseiten der neuen 50er, 100er, 200er, 500er und 1000er zeigen klassische Meeres-Motive, die Rückseiten jeweils Pixelsalat. 2017 sollen die neuen Scheine in Umlauf gbracht werden.

Die von der Notenbank favorisierten Vorderseiten stammen von den Grafikern von The Metric System. Die Pixelentwürfe kommen vom renommierten Architekturbüro Snøhetta, das bereits das Opernhaus in Oslo, die norwegische Botschaft in Berlin und zahlreiche andere Prestigebauten designte.

Die Aufgabe im Designwettbewerb der Norges Bank bestand darin, das Thema "Meer" in künstlerischer Weise umzusetzen. Die Siegerentwürfe dienen nun als Basis für die endgültigen Scheine. Die pixeligen Rückseiten eigneten sich hervorragend, um nötige Sicherheitselemente einzubauen, schreibt die Notenbank. Das Pixeldesign geben den Scheinen sowohl eine moderne als auch eine traditionelle Note.

Leider nicht durchsetzen konnten sich die Entwürfe mit Kinderzeichnungen, die durchaus charmant gewesen wären. Aber wer mag, kann die Pixelseiten der neuen Scheine ja einfach nachträglich mit ein paar netten Handzeichnungen verschönern.

Die norwegische Notenbank hat eine Broschüre online gestellt (auf norwegisch), in der man sich alle Entwürfe des Design-Wettbewerbs ansehen kann.

Daniel Bakir
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