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Harriet Tubman Biden-Regierung plant neuen 20-Dollar-Schein mit Porträt von schwarzer Aktivistin

Harriet Tubman
Die für den Geldschein ausgewählte Harriet Tubman war der Sklaverei entkommen und setzte sich danach für die Abschaffung der Sklaverei ein
© H.B. Lindsley/ / Picture Alliance
Einst setzte sich Harriet Tubman für die Abschaffung der Sklaverei in den USA ein und ihnen zur Flucht. Nun plant die US-Regierung ihr Porträt auf die 20-Dollar-Note zu drucken. Es wäre der erste Geldschein mit einer schwarzen Frau in den USA.

Die neue US-Regierung legt die unter Donald Trump gestoppten Pläne für den ersten Geldschein mit dem Porträt einer afroamerikanischen Frau wieder auf. Die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Jen Psaki, kündigte an, das Finanzministerium wolle Harriet Tubman "auf den 20-Dollar-Schein bringen". Es sei wichtig, "dass unsere Banknoten, unser Geld, die Geschichte und Diversität unseres Landes zeigen". 

Donald Trump stoppte Vorhaben 2019

Der Plan für den neuen Geldschein mit Harriet Tubman, die von 1822 bis 1913 lebte, war noch unter Trumps Vorgänger Barack Obama bekanntgegeben worden. Trump kritisierte das Vorhaben im Wahlkampf als "reine politische Korrektheit" und stoppte das Vorhaben 2019. Er bewundert den Präsidenten Andrew Jackson, der von 1829 bis 1837 amtierte und seit 1928 auf dem 20-Dollar-Schein abgebildet ist.

Zu Zeiten Obamas hatte das Finanzministerium für die Entscheidung über die Neugestaltung der Banknote die Bürger befragen lassen. Millionen von Bürgern beteiligten sich. Die für den Geldschein ausgewählte Tubman war selbst der Sklaverei entkommen und setzte sich danach für die Abschaffung der Sklaverei ein. Als Aktivistin der legendären Organisation Underground Railroad gelang es ihr, zahlreiche Afroamerikaner aus den Sklavenhalterstaaten des Südens in den Norden der USA und damit in die Freiheit zu schleusen.

So sieht der aktuelle 20-Dollar-Schein aus. Abgebildet ist der siebte Präsident der Vereinigten Staaten, Andrew Jackson.
So sieht der aktuelle 20-Dollar-Schein aus. Abgebildet ist der siebte Präsident der Vereinigten Staaten, Andrew Jackson.
© Uncredited/ / Picture Alliance

Der bislang auf dem Geldschein prangende Jackson war hingegen selbst Sklavenhalter. Als General leitete er den Angriff auf das sogenannte Negro Fort in Florida, eine Ansiedlung früherer Sklaven. Als Präsident war Jackson dann für die Zwangsumsiedlungen von Indianern aus ihren Heimatgebieten im Südosten der USA in Territorien westlich des Mississippi-Stroms verantwortlich. Dabei starben Tausende von Ureinwohnern an Hunger und Krankheit. Der Mitbegründer der demokratischen Partei schaffte zudem das Kunststück, sowohl Sklavenhalter als auch Sklavengegner gegen sich aufzubringen.

rw AFP

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