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Riester-Produkt für die Altersvorsorge Stiftung Warentest empfiehlt Banksparpläne

Dank ihres soliden Zinses können Banksparpläne für finanzielle Sicherheit im Alter sorgen
Dank ihres soliden Zinses können Banksparpläne für finanzielle Sicherheit im Alter sorgen
© Colourbox
Trotz niedriger Zinsen empfiehlt Stiftung Warentest für die Altersvorsorge Riester-Banksparpläne. Ihre Vorteile: niedrige Gebühren und eine solide Rendite. Bei den Anbietern sind die Banksparpläne allerdings weniger beliebt.

Banksparpläne sind für Riester-Sparer laut Stiftung Warentest weiter oft eine gute Alternative. Bei den Sparplänen seien "solide Renditeaussichten mit absoluter Sicherheit" verbunden, berichtet die Zeitschrift "Finanztest". Unter allen Riester-Angeboten seien sie nicht nur am flexibelsten und besonders kostengünstig, sondern auch am leichtesten zu verstehen. Die derzeitigen Zinsen seien bei Bank-Sparplänen zwar "mickrig", schreiben die Tester. Sobald die Marktzinsen wieder nach oben kletterten, werde aber auch die Verzinsung der Sparpläne wieder steigen.

Bei Banksparplänen legen die Kunden ihre jährlichen Riester-Einzahlungen samt der staatlichen Zulagen auf ein Bankkonto und bekommen eine jährliche Verzinsung. Die Sparpläne sind eine wenig bekannte Variante des Riester-Sparens. Meist werden Kunden Fondssparpläne oder Lebensversicherungen verkauft, weil die Anbieter bei diesen beiden Varianten gewöhnlich mehr verdienen. Verbraucherschützer warnen immer wieder vor hohen versteckten Provisionen in Lebensversicherungen.

Auf die genauen Vertragsdetails achten

Nachteile haben aber auch die Banksparpläne. Die Rendite ist zwar relativ sicher, fällt aber im Vergleich zu den anderen Riester-Produkten auf längere Sicht meist niedriger aus. Banksparpläne sind vor allem für ältere Vorsorger ab einem Alter von 45 Jahren empfehlenswert. Außerdem müssen Interessierte oft lange nach diesem Produkt suchen, weil es bei den Anbietern unbeliebt ist. Laut "Finanztest" ist es aber für Verbraucher ein Leichtes, einen Banksparplan in einer anderen Stadt oder Region abzuschließen. Dazu müssten sich Interessenten nach dem Antrag nur in einer Post-Filiale mit dem sogenannten Post-Ident-Verfahren ausweisen.

"Finanztest" warnt davor, den Startzins zum einzigen Auswahlkriterium zu machen. Entscheidend sei auch die Frage, welcher Vergleichszins hinter dem Sparplan stehe. Teils orientiere sich die Verzinsung an aktuellen Vergleichszinsen, die zurzeit gering seien, aber auch schnell wieder steigen könnten. In anderen Fällen würden Mittelwerte über die vergangenen Jahre gebildet: Hier spiegelten sich noch die hohen Zinsen vor der Wirtschaftskrise wider, dafür würden die derzeitigen Zinsen in den kommenden Jahren die Verzinsung drücken.

Manche Banken heben auch die Zinsen im Laufe der Jahre an, bei einigen Verträgen ist zudem ein einmaliger Schlussbonus am Ende der Laufzeit vorgesehen. So gilt bei Banksparplänen wie bei allen Finanzprodukten: Interessierte sollten mehrere Angebote genauestens vergleichen und vor Abschluss auf die Vertragsdetails achten.

söw/AFP AFP

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