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Schmuggelware: Hoher Steuerschaden wegen schwarz gerauchter Zigaretten

Das Rauchen unversteuerter Zigaretten hat dem Fiskus 2008 rund vier Milliarden Euro Steuerschaden verursacht. Dazu kommt ein Schaden für Industrie und Handel von rund 1,2 Milliarden, wie aus einer am Montag in Berlin veröffentlichten Studie des Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts (HWWI) hervorgeht.

Das Rauchen unversteuerter Zigaretten hat dem Fiskus 2008 rund vier Milliarden Euro Steuerschaden verursacht. Dazu kommt ein Schaden für Industrie und Handel von rund 1,2 Milliarden, wie aus einer am Montag in Berlin veröffentlichten Studie des Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts (HWWI) hervorgeht.

Der Anteil schwarz gerauchter Zigaretten in Deutschland ist damit in den letzten Jahren von 16 auf 20 Prozent oder 23 Milliarden Stück gestiegen. In einigen ostdeutschen Gebieten liegt er bei mehr als 50 Prozent; Hauptherkunftsland ist Polen. Als wichtigen Grund für den Konsum nicht versteuerter Zigaretten nannte das HWWI die Erhöhung der Steuersätze in den Jahren 2002 bis 2006.

Das HWWI warnte davor, dass ein Nebeneinander teurer versteuerter und billiger unversteuerter Zigaretten zu der Entwicklung organisierter Kriminalität führen könne, und nannte dazu das Beispiel USA. Dort gelten in einzelnen Bundesstaaten unterschiedliche Steuersätze, was zu einem schwunghaften Schwarzhandel geführt hat. Ansätze zu organisierter Kriminalität beim Zigarettenschmuggel "sind auch in Europa erkennbar", merkte das HWWI an.

APN / APN
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