Spartipps Preisangaben in Werbeanzeige dürfen nicht in Irre führen

Händler dürfen in Werbeanzeigen die unverbindlichen Preisempfehlungen von Produkt-Herstellern nur korrekt wiedergeben.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe untersagte eine Werbung, in der für eine HiFi-Anlage zum Preis von 444 Mark mit dem hervorgehobenen Hinweis »Preisdifferenz 155 DM« geworben wurde (Az.: I ZR 222/97). Am Rand der Anzeige wurden als Preisempfehlung des Herstellers 699 Mark angegeben. Tatsächlich betrug der empfohlene Preis aber nur 599 Mark.

Obwohl die Preisdifferenz in der Hervorhebung damit richtig berechnet war, führe das Kleingedruckte der Anzeige in die Irre, so die Richter: Ein nicht unerheblicher Teil der Verbraucher gehe anschließend davon aus, dass das Gerät üblicherweise fast 700 Mark koste. Eine solche Fehlvorstellung sei relevant, berichtet die in Köln erscheinende Zeitschrift »Entscheidungen zum Wirtschaftsrecht«.


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