2022 gab Herbert Diess den Posten als VW-Konzernchef an seinen Nachfolger Oliver Blume ab, im vergangenen Herbst ging der Manager an seinem 67. Geburtstag in Ruhestand. Dennoch verdiente er auch im vergangenen Jahr ein fürstliches Gehalt.
Fast genau neun Millionen Euro kassierte der einstige Vorstandsvorsitzende im Jahr 2025. Darin enthalten sind Altersvorsorge und variable Vergütung, also Zahlungen, die sich an der Erreichung bestimmter Ziele orientieren. Das geht aus dem jüngsten Geschäftsbericht hervor, den VW veröffentlichte.
Herbert Diess bekam weiter volles Gehalt
Damit war Diess bestverdienender VW-Manager und liegt in der internen Gehaltsrangliste sogar vor dem aktuellen Konzernchef Blume. Sein Nachfolger verdiente lediglich 7,4 Millionen Euro. Für Blume, bis zum Ende des Jahres noch Chef von VW und Porsche, ein deutliches Minus: 2024 war er noch auf mehr als zehn Millionen Euro gekommen.
Doch der Vorstandsvorsitzende bekam die Krise in der Automobilindustrie insgesamt und bei VW im Besonderen zu spüren. Alle Vorstandsmitglieder verzichteten auf Teile ihres Gehalts, bei Blume machte dies etwa eine halbe Million Euro aus. Zudem fielen die Bonuszahlungen deutlich niedriger aus.
VW meldet Gewinneinbruch
VW und Herbert Diess hatten vereinbart, dass der ehemalige Konzernchef nach seinem Ausscheiden statt einer Abfindung weiterhin sein Gehalt bekommt. Anders als der aktive Vorstand war er vom Gehaltsverzicht nicht betroffen. Neben seinem Grundgehalt von 2,1 Millionen Euro kassierte Diess Boni in Höhe von insgesamt 5,5 Millionen Euro. Hinzu kam eine Million Euro an Versorgungsaufwendungen. Auch in seinem Ruhestand erhält er noch Zahlungen, die bei mehr als 60.000 Euro monatlich liegen.
VW meldete für das Jahr 2025 einen Gewinneinbruch um fast die Hälfte. Der Umsatz bei Europas größtem Autobauer sank um 0,8 Prozent. Bis 2030 sollen rund 50.000 Stellen im gesamten Volkswagen-Konzern abgebaut werden.