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SPEKULATIONSSTEUER: Aktienumtausch in manchen Fällen steuerpflichtig

Aktionärsschützerweisen darauf hin, dass der Fiskus den Umtausch als Verkauf beziehungsweise Neuerwerb wertet. Besitzt man die Papiere dann weniger als 12 Monate, wird Spekulationssteuer fällig.

Bei Fusionen und Übernahmen wird mittlerweile meist in Aktien gezahlt. Den Anteilseignern des Übernahmekandidaten wird dabei ein Angebot zum Tausch ihrer Papiere gemacht. Anleger, die ihre umzutauschenden Papiere weniger als zwölf Monate besitzen, müssen in bestimmten Fällen allerdings Spekulationssteuer zahlen, darauf weist die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (Sdk) hin.

Grundsätzlich wird der Umtausch vom Fiskus wie ein Verkauf beziehungsweise Neuerwerb betrachtet. Der Anleger ist spekulationssteuerpflichtig, wenn die Aktie der übernehmenden Firma zum Zeitpunkt des Umtausches höher bewertet ist als das Papier des übernommenen Unternehmens beim Erwerb. Zu versteuern ist der Spekulationsgewinn, sofern der Betrag über 999 Mark hinaus geht. Für die eingetauschten Papiere beginnt mit dem Umtauschzeitpunkt eine neue Spekulationsfrist.

Die SdK empfiehlt Anlegern, Kopien über die Erklärungen zur Annahme des Angebotes aufzubewahren. Es kommt immer wieder vor, dass neue Aktien nicht gutgeschrieben werden. Investoren, die ihre Aktien in einem Depot bei einer Bank haben, werden automatisch von dieser über das Tauschangebot informiert. Anleger, die Aktien selbst verwahren, müssen diese zur Bank bringen, um am Umtausch teilzunehmen.

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