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Sportartikel: adidas: US-Geschäft bleibt schwierig

Der weltweit zweitgrößte Sportartikelkonzern Adidas-Salomon erwartet 2004 wieder steigende Umsätze auf dem schwierigen Schlüsselmarkt Nordamerika.

Der Sportartikelhersteller adidas-Salomon will erst im nächsten Jahr im kriselnden US-Geschäft wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Das zweite Halbjahr 2003 werde im wichtigen US-Markt noch schwierig bleiben, sagte adidas-Finanzchef Robin Stalker am Dienstag bei einer Investorenkonferenz. "Die Kunden sind extrem preisbewusst." Für den Gesamtkonzern bekräftigte er die Ziele für das laufende Jahr. 2004 will adidas-Salomon dann vor allem von der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen profitieren.

Rückläufiges Ergebnis in Nordamerika erwartet

In der zweiten Jahreshälfte rechnet Robin Stalker in der Sorgenregion Nordamerika noch einmal mit deutlich rückläufigen Aufträgen. Auch im Gesamtjahr werde der Umsatz in der Region zurückgehen. 2004 sei dann wieder ein Anstieg der Erlöse möglich. Am Vortag hatte die adidas-Salomon AG angekündigt, der bisherige Leiter der Region Asien/Pazifik, Jim Stutts, werde mit sofortiger Wirkung die Leitung von adidas Amerika interimweise übernehmen. Der 43-Jährige tritt an die Stelle von Ross McMullin, der den Posten nach offiziellen Angaben aus gesundheitlichen Gründen bis auf weiteres nicht wahrnehmen kann.

Asien und Europa werden Ergebnis retten

Für das Jahr 2003 zeigte sich Stalker angesichts der guten Entwicklung in Europa und Asien zuversichtlich. Er sei überzeugt, dass der Konzerngewinn wie angekündigt um 10 bis 15 Prozent wachsen werde. Der Umsatz solle währungsbereinigt um fünf Prozent zulegen. Auch 2004 und in den folgenden Jahren wolle adidas überdurchschnittlich gut abschneiden.

Hoffnung auf Fußball-EM

Eine zentrale Rolle in den Planungen spielen die Großereignisse im kommenden Jahr. "Unsere Pipelines sind dafür gut gefüllt", sagte der zuständige Manager Rolf Reinschmidt. Gerade bei der Fußball-EM sieht sich adidas gut positioniert. "Wir werden dieses Event einfach dominieren."

DPA