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Steuererklärung: Steuerbescheid vom Finanzamt prüfen - auf diese Knackpunkte müssen Sie achten

Wenn der Steuerbescheid vom Finanzamt kommt, sollte man ganz genau hinschauen. "Finanztest" erklärt, worauf Arbeitnehmer, Studenten, Eltern und Rentner besonders achten müssen.

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Wenn die Steuererklärung abgegeben ist, würden die meisten das leidige Thema am liebsten wieder für ein Jahr vergessen. Doch mit dem Brief ans Finanzamt ist es noch nicht getan, auch die Antwort sollte man sich genau anschauen. Denn Fehler im passieren und können richtig Geld kosten. Daher hat jeder die Möglichkeit, innerhalb eines Monats Einspruch gegen den Bescheid einzulegen. Mehr als drei Millionen Steuerpflichtige haben das laut "Finanztest" im vergangenen Jahr getan - in zwei von drei Fällen mit Erfolg.

Für die Fehlersuche gibt es praktische Helfer: Wer die Steuererklärung per Elster-Zertifikat online verschickt hat, bekommt vom einen Vergleich mit allen Abweichungen von den Angaben in sein Elster-Postfach geliefert. Auch die meisten kommerziellen Steuersoftware-Programme haben eine Funktion zur Überprüfung der Bescheiddaten. Meist bieten sie sogar schon vorformulierte Vorlagen für den schriftlichen Einspruch.

Steuerbescheid - wer worauf achten sollte

Wo passieren häufig Fehler? Worauf sollte man besonders achten? " " nennt typische Knackpunkte für verschiedene Gruppen:

Eltern sollten darauf achten, dass Kitabeiträge und sonstige Betreuungskosten korrekt berücksichtigt wurden. Insgesamt sollten zwei Drittel der Ausgaben bis zu einem Betrag von 6000 Euro anerkannt werden. Bei Alleinerziehenden ist laut "Finanztest" häufig der Kinderfreibetrag falsch, weil auch der Freibetrag des anderen Elternteils auf den Alleinerziehenden übertragen werden kann.

Für Studenten und Azubis mit kostenpflichtiger Ausbildung ist es meist günstiger die Kosten für ihre Erstausbildung als Werbungskosten und nicht als Sonderausgaben anzugeben. Das Finanzamt erkennt diese Ausgaben derzeit zwar trotzdem als Sonderausgaben an, das Verfassungsgericht könnte diese Praxis aber bald kippen. Der Steuerbescheid ergeht daher in diesem Punkt vorläufig, ein Einspruch ist nicht nötig.

Krankenversicherte können für 2017 mehr Krankheitskosten als "außergewöhnliche Belastungen" absetzen als in den Vorjahren. Wer das getan hat, sollte prüfen, ob das Finanzamt den abzuziehenden Eigenanteil korrekt berechnet hat. Auch wenn die "zumutbare Belastung" zu hoch angesetzt wurde, kann man Einspruch erheben.

Arbeitnehmer, die für den Job viel unterwegs sind, sollten die anerkannten Fahrtkosten prüfen. Denn bei Dienstreisen kann jeder mit dem eigenen Auto gefahrene Kilometer mit 30 Cent angesetzt werden, dazu kommen noch Verpflegungspauschalen.

Rentner müssen darauf schauen, ob der Altersentlastungsbetrag richtig angesetzt wurde. Wer neben der Rente ein Gehalt kassiert hat, bekommt zudem zwei Werbungskostenpauschalen und sollte sichergehen, dass auch beide berücksichtigt wurden.

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bak