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Konto im Ausland: Diese Karte zeigt, wo Ihr Geld sicher ist - und wo nicht

Deutsche Banken bieten so gut wie keine Zinsen mehr aufs Festgeld. Bei ausländischen Instituten ist mehr zu holen. Stiftung Warentest sagt, welchen Anbietern Sie trauen können. 

Einlagensicherung in Europa

Wer sein Geld risikofrei auf einem Tages- oder Festgeldkonto parkt, bekommt dafür derzeit kaum Zinsen. Deutsche Institute bieten kaum mehr als Null Prozent oder haben die Nullgrenze sogar schon erreicht. Es gibt aber einige ausländische Direktbanken, die nach wie vor 1,5 Prozent oder mehr aufs Festgeld zahlen. Sie dienen sich deutschen Kunden zum Beispiel über Zinsplattformen wie weltsparen.de oder zinspilot.de an. Aber ist das Geld dort auch sicher?

Die Stiftung Warentest gibt allen Anlegern, die ihr Geld auf einem ausländischen Konto lagern wollen, eine Orientierungshilfe an die Hand. Dabei beurteilt Warentest nicht die Kreditwürdigkeit einzelner Institute, sondern die Stärke der dahinter stehenden gesetzlichen Einlagensicherung. Diese greift, wenn ein Institut Pleite geht und entscheidet somit darüber, wie gut das Geld im möglichen Konkursfall geschützt ist.

Stiftung Warentest: Nicht jedes Land gleich sicher

Die EU schreibt vor, dass im Pleitefall eines Instituts mindestens 100.000 Euro pro Sparer geschützt werden und Anleger binnen 20 Werktagen entschädigt werden. Soweit die Theorie. In der Praxis unterscheidet sich die Sicherung aus Sicht der Stiftung Warentest von Land zu Land: "Es ist zweifelhaft, ob der Sicherungs­fonds jedes Landes im Pleitefall genug Geld aufbringen kann, um alle Sparer zu entschädigen", schreiben die Experten.

Warentest warnt daher vor allen Angeboten aus Ländern, die kein Top-Rating aufweisen (in der Karte rot markiert). Für unsicher erachtet Warentest vor allem Angebote aus Süd- und Osteuropa sowie Irland. Welche Banken aus diesen Ländern gerade in Deutschland auf Kundenfang sind, können Sie auf www.test.de im Detail nachlesen.

Wer sein Geld in britischen Pfund angelegt hat, hat aktuell noch ein ganz anderes Problem. Nach dem Brexit-Referendum ist die britische Währung im Wert stark gefallen. Die Verbraucherzentralen raten betroffenen Sparern zu Geduld. Wer das Geld nicht kurzfristig benötige, könne die aktuellen Turbulenzen erst einmal abwarten.

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