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Teure Lebensmittel: Hartz-IV-Empfänger sollen mehr Geld bekommen

Weil die Lebensmittelpreise drastisch steigen sollen, fordern nun Politiker von SPD und Grünen eine Erhöhung des Hartz-IV-Satzes. Ihr Argument: Die 347 Euro würden zur Existenzsicherung nicht mehr ausreichen.

Angesichts der Preissteigerungen bei Lebensmitteln fordern Politiker aus SPD und Grünen eine Erhöhung der Hartz-IV-Sozialleistungen. Der SPD-Sozialexperte Ottmar Schreiner sagte der "Bild"-Zeitung, Hartz IV sei nicht mehr existenzsichernd, weil es keine Orientierung der Leistung an den Lebenshaltungskosten gebe. "Wenn jetzt die Lebensmittelpreise überproportional steigen, verringert sich der reale Wert von Hartz IV stark. Deswegen muss jetzt erst recht eine Korrektur vorgenommen und Hartz IV erhöht werden", wird Schreiner zitiert.

Der Grünen-Sozialexperte Markus Kurth sagte der Zeitung, die nun bei Milchprodukten erwartete Preissteigerung von bis zu 50 Prozent zeige deutlich, dass der Hartz-IV-Regelsatz erhöht werden müsse. Viele Discounter und Supermärkte haben den Preis für Butter am Wochenende um bis zu 40 Cent pro Packung erhöht. Auch bei anderen Milchprodukten wird eine Preissteigerung erwartet. Der Milchpreis war schon vorher gestiegen. Der Regelsatz des Arbeitslosengeldes II (ALG II) beträgt 347 Euro im Monat.

AP / AP
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