Unternehmen Vorgezogene Steuerreform könnte Beschäftigung nutzen


Die dritte Steuerreformstufe kann die effektive Steuer- und Abgabenbelastung der Unternehmen bei der Beschäftigung von hoch qualifizierten Arbeitskräften deutlich senken.

Unternehmen werden bei den Kosten für hochqualifizierte Arbeitskräfte durch die dritte Stufe der Steuerreform entlastet. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch in Mannheim veröffentlichte Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Während ein Unternehmen derzeit noch knapp 191.000 Euro zahlen muss, damit eine hoch qualifizierte Arbeitskraft nach Steuern über ein Einkommen von 100.000 Euro verfügt, braucht das Unternehmen nach der zur Zeit zwischen Koalition und Opposition umstrittenen Reform nur noch 174.000 Euro aufzuwenden.

Sinkende Abgabenbelastung

Dies entspricht einer Senkung der effektiven durchschnittlichen Steuer- und Abgabenbelastung bei hoch qualifizierten Mitarbeitern von 47,6 auf 42,6 Prozent. Ein Unternehmen muss damit pro Jahr und hoch qualifizierter Arbeitskraft zehn Prozent weniger aufwenden. Dies verbessert die Standortbedingungen Deutschlands im internationalen Wettbewerb um hoch qualifizierte Arbeitskräfte. Das ZEW wies aber gleichzeitig darauf hin, dass Deutschland bei der effektiven Steuerbelastung von Unternehmen international schlecht abschneidet.

DPA

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