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Trotz Bestellerprinzip Viele Mieter würden einen Makler bezahlen - wenn es sich lohnt


Seit Kurzem gilt bei Makler-Courtagen das Bestellerprinzip: Wer den Makler bucht, zahlt auch. So sollen eigentlich die Mieter geschützt werden. 83 Prozent von ihnen wären trotzdem bereit, für einen Makler zu zahlen – wenn die Leistung stimmt.
Von Malte Mansholt

Das Zahlen einer Makler-Courtage war in deutschen Großstädten jahrelang teurer Bestandteil der Wohnungssuche. Der Vermieter ließ sich die Arbeit abnehmen, die Mieter durften murrend die auf sie abgewälzten Kosten zahlen. Die Gebühren zu umgehen, war in manchen Städten wegen der zu geringen Zahl freier Wohnungen beinahe unmöglich. Um die Mieter zu entlasten, schaffte die große Koalition im letzten Jahr Fakten: Seit dem 1. Juni gilt bei den Courtagen nun das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, muss ihn auch bezahlen. So sollen die Vermieter von der Kostenüberwälzung abgehalten werden. Eine Studie zeigt nun: Trotz der neuen Regelung wären die allermeisten Mieter durchaus bereit, eine Makler-Gebühr zu zahlen – wenn sie dafür auch den entsprechenden Service bekommen.

In einer Umfrage des Immobilienportals "Immowelt" gaben 83 Prozent der Mieter an, dass sie sich vorstellen können, einen Makler zu engagieren – und die Kosten selbst zu übernehmen. Allerdings haben sie auch konkrete Vorstellungen, welche Leistungen sie dafür erwarten. Zwei Drittel der Befragten gaben an, sie würden eine solche Dienstleistung in Anspruch nehmen, wenn sie sich dann um nichts mehr kümmern müssten. Der Makler sollte dann eine Vorauswahl treffen und auch gleich Besichtigungstermine vereinbaren. 62 Prozent erwarten rechtliche Beratung beim Mietvertrag und der Wohnungsübergabe.

Mieter erwarten mehr Leistung

Ein weiteres Thema ist die größere Expertise über Wohnlagen und Marktpreise. Immerhin 60 Prozent würden einen Makler buchen, weil er sich in diesem Bereich glänzen kann. Auch um lange Suchen zu vermeiden, greifen viele gerne in die Tasche. Immerhin 45 Prozent würden die Gebühren in Kauf nehmen, wenn sie dadurch schneller eine neue Wohnung fänden.

Für die repräsentative Studie hatte "Immowelt" 506 Mieter in ganz Deutschland befragt.


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