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Juristerei: Immer mehr junge Anwälte geben Beruf auf

Die schlechte Wirtschaftsentwicklung hat auch die Anwälte erreicht. Immer mehr junge Advokaten geben schnell wieder ihren Beruf auf, weil sie kein genügendes Auskommen erzielen können.

Die schlechte Wirtschaftsentwicklung hat auch die Anwälte erreicht. Immer mehr junge Advokaten geben schnell wieder ihren Beruf auf, weil sie kein genügendes Auskommen erzielen können. Dies ist das Ergebnis einer Statistik der Bundesrechtsanwaltskammer. Danach haben im vergangenen Jahr 16 Prozent der rund 7900 Berufsanfänger unter den Anwälten ihre Zulassung wieder zurückgegeben. 2001 seien es 15 Prozent gewesen.

"Luft wird dünner für die Jüngeren"

Für den Präsidenten der Anwaltskammer, Bernhard Dombek, ist diese Entwicklung wenig verwunderlich: "Angesichts schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist der Anwaltsberuf für den Nachwuchs wenig attraktiv." Junge Anwälte, die sich als Einzelanwalt selbstständig machen, verfügten nur über ein monatliches Nettoeinkommen zwischen 1500 Euro und 2000 Euro. "Die Luft wird dünner für die Jüngeren", meint Dombek.

Die Bundesrechtsanwaltskammer ist die Dachorganisation der Anwaltskammern in Deutschland. Diese Kammern vertreten insgesamt rund 121.000 Rechtsanwälte.

DPA
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