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Kontakte: Bessere Chancen durch Networking

Auf das "Kontakte knüpfen" kann heute keiner mehr verzichten. Durch gute Beziehungen vervielfachen sich die Erfolgsaussichten auf einen guten Job.

Auf dem heutigen Arbeitsmarkt, wo sich viele kompetente Arbeitnehmer um jede einzelne interessante freie Stelle bewerben, kann niemand mehr auf ein "Kontakte knüpfen", neudeutsch Networking, verzichten. Durch gute Beziehungen vergrößern sich Ihre Erfolgsaussichten bei der Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsplatzsuche. Schließlich werden die meisten freien Stellen durch die Vermittlung von Bekannten besetzt und nicht etwa, wie viele meinen, über Stellenanzeigen.

Ihre Chancen stehen also äußerst gut, wenn Sie eine der maßgebenden Personen Ihres Wunschunternehmens kennen oder jemanden kennen, der jemanden kennt, der jemanden kennt ... Die persönliche Empfehlung setzt natürlich voraus, dass Sie mit Leuten bekannt sind, die auch einflussreich sind. Verfügen Sie noch nicht über solche Beziehungen, dann sorgen Sie dafür, dass diese entstehen, zum Beispiel durch Verwandte, Bekannte, Freunde etc. Überlegen Sie, wen Sie ansprechen könnten. Stellen Sie eine Liste zusammen.

Würden Ihnen 30 Namen einfallen? Weniger? Haben Sie auch an entfernte Verwandte gedacht, an Freunde von Freunden, Ex-Kollegen, Ausbilder, Nachbarschaft, Steuerberater etc.? Erstellen Sie eine Liste, drucken Sie diese am besten aus und überlegen Sie, in welcher Reihenfolge Sie die Liste "abarbeiten" wollen.

Einige der von Ihnen aufgeschriebenen Leute werden Sie ohnehin regelmäßig treffen. Diese fragen Sie am besten persönlich, ob sie Ihnen behilflich sein könnten, Kontakte zu knüpfen. Bei anderen empfiehlt es sich, telefonisch um Tipps zu bitten oder bei einem "zufälligen" Zusammentreffen einmal ganz unverbindlich nachzufragen.

Headhunter

Optimal wäre es, wenn jemand aus Ihrem Bekanntenkreis für Sie den Kontakt zu einem Headhunter herstellen könnte. Auch wenn Headhunter Kandidaten für Jobs suchen und nicht Jobs für Kandidaten, sollten Sie sich diese Chance nicht entgehen lassen. Das heißt ja nicht, dass Sie diesem Menschen "hinterherlaufen" müssen, aber man kann ja mal "zufällig" miteinander ins Gespräch kommen. Sollte ein Headhunter Sie anrufen, ist jedoch eine gewisse Zurückhaltung zunächst empfehlenswert. Es soll Firmen geben, die ihr eigens Führungspersonal so auf die Probe stellen. Bleiben Sie im Verlauf der Verhandlungen "cool" und lassen Sie sich nicht anmerken, dass Sie unbedingt wechseln wollen.

Sich selbst empfehlen

Zurück zu Ihren Kontakten. Was tun, wenn Sie keiner empfiehlt? Ganz einfach: Dann empfehlen Sie sich selbst: Besuchen Sie Fachmessen, Kongresse, Tagungen, Vorträge und versuchen Sie, ins Gespräch zu kommen. Ihr Auftrag lautet: Knüpfen Sie ein möglichst enges Netz aus Kontakten.

Im Laufe der Zeit werden so viele Informationen zusammengetragen, dass Sie sich unmöglich alles merken können. Versäumen Sie es daher nicht, rechtzeitig mit dem Anlegen einer Kartei anzufangen. Schreiben Sie Namen, Adressen, Telefonnummern, Arbeitgeber und Bekannte Ihrer Kontaktpersonen auf. Hoffentlich kommen viele Ansprechpartner zusammen. Wenn es ernst wird, brauchen Sie jede einzelne.