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Personalberater: Mit der Allgemeinbildung geht es bergab

Solide Fachkenntnisse, aber mit Kultur und Geschichte hapert es: Das Allgemeinwissen von Job-Bewerbern mit Hochschulabschluss ist nach Ansicht vieler Personalchefs heute deutlich schlechter als vor zehn Jahren. Das berichtet die Zeitschrift "karriere".

Deutsche Personalchefs attestieren Stellenbewerbern mit Universitäts- oder Fachhochschulabschluss in der Regel ein solides Fachwissen, klagen aber über große Lücken bei der Allgemeinbildung. Bei einer Umfrage unter den Personalchefs von 300 großen deutschen Unternehmen, die das Magazin "karriere" veröffentlichte, gaben 42 Prozent der Befragten an, das Allgemeinwissen der Hochschulabsolventen sei im vergangenen Jahrzehnt erheblich gesunken. Nur zwei Prozent hätten bei ihren Bewerbern eine sehr gute Allgemeinbildung festgestellt. 44 Prozent gaben an, es habe sich nichts geändert.

Keine Kultur mehr

Laut der Studie fehlt es den Bewerbern vor allem an Wissen in den Geisteswissenschaften: So werden die Kenntnisse in Geschichte, Kunst und Kultur durchweg bestenfalls als befriedigend, häufig sogar als mangelhaft beurteilt. Auch die deutsche Rechtschreibung beherrsche nur ein Viertel gut oder sehr gut. Dagegen schneiden jeweils drei Viertel im Bereich der Fremdsprachen und der Informatik gut oder sehr gut ab. Allerdings reiche dies den Personalverantwortlichen zufolge nicht aus, um im Job zu bestehen, berichtet "karriere".