Studie Arbeitslosigkeit ist lebensgefährlich


Das Ergebnis einer neuseeländischen Studie stimmt nachdenklich: Das Selbstmordrisiko von Arbeitslosen zwischen 25 und 44 Jahren liegt zwei bis drei Mal höher als das eines Gleichaltrigen mit Arbeitsplatz.

Arbeitslose haben im Vergleich zu Beschäftigten ein bis zu dreifach höheres Selbstmordrisiko. Zu diesem Ergebnis kommen neuseeländische Forscher in einer Studie, die jetzt im 'Journal of Epidemiology and Community Health' veröffentlicht wurde.

Die Wissenschaftler hatten die Daten von insgesamt mehr als zwei Millionen Erwachsenen ausgewertet und beobachtet, wie sich die Selbstmordrate innerhalb von drei Jahren entwickelte. Das Ergebnis ist Besorgnis erregend: Die Studie ergab, dass das Suizidrisiko bei arbeitslosen Frauen und Männern im Alter von 25 bis 44 Jahren sowie bei arbeitslosen Männern im Alter von 45 bis 64 um das Zwei- bis Dreifache erhöht ist.

Etwa die Hälfte dieses erhöhten Risikos bei Arbeitslosen könne auch auf psychische Erkrankungen zurückgehen, betonen die Experten. Weitere beeinflussende Faktoren waren der Partnerschaftsstatus, das Haushaltseinkommen, Zugang zu Autos sowie - zumindest bei Männern - die Bildung.


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